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Dienstag, 16. Dezember 2014

Spekulatiusparfait (und nicht im Bild, weil nicht existent: Glühweinkirschen)

Geht das nur mir so? Ich glaube, die Weihnachtsträgheit hat eingesetzt. Eigentlich einen Haufen Sachen zu tun, aber irgendwie geht (fast) nix mehr. Als hätte ich mich überarbeitet in den letzten Wochen und als wärn schon Ferien. Was aber zum Glück noch geht: Mal einen weihnachtlichen Nachtisch zusammenmixen. Wie das immer so ist: Von diesem Parfait gibt es keine guten und besonders appetitlichen Fotos. Das sollte - wie meistens - aber eher als Indiz dafür gesehen werden, wie lecker es ist. Musste halt schnell weg.




















Seufz. Immerhin habe ich es noch geschafft, etwas Spekulatius drüberzubröseln. Wär das hier ein echter Nachtisch zu einem echten Essen gewesen (und nicht eher in einem spontanen Anfall von "Ich brauche Eis, jeeeeeeeetzt sofort" entstanden), hätte es dazu noch Glühweinkirschen gegeben. Also Kirschen aus dem Glas, irgendwie ein bisschen eingekocht mit Glühweingewürz oder so.

Bevor das Rezept kommt, hier zum Ausgleich noch ein schönes Foto von meinem (auch in diesem Jahr selbstgebundenem!) Adventskranz.



























Spekulatiusparfait

Zutaten (für 6 Personen)
  • 90 g Sahne-Muh-Muhs (Kuhbonbons, die in dem gelb-weißen Papier)
  • 400 g Sahne
  • 10 Gewürz-Spekulatius
  • 1 frisches Ei
  • 60 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

Die Bonbons hacken und in etwa 50 g Schlagsahne in einem Topf bei geringer Hitze unter Rühren auflösen lassen. 8 Spekulatius grob hacken und unter die flüssige Bonbonmasse rühren. Eigelb und Puderzucker mehrere Minuten mit dem Mixer hell und cremig schlagen. Anschließend die Keksmasse unter die Eimasse rühren. Die restliche Schlagsahne steif schlagen und unterheben. Eiweiß und Salz zu steifem Eischnee schlagen und ebenfalls unterheben.

Die Masse entweder in eine große Form oder in mehrere Gläschen füllen - ich mag die kleinen Portionsformen immer gern. Das Parfait gut abdecken und für mindestens 6 Stunden (gerne über Nacht) in das Gefrierfach stellen. Zum Servieren die Form(en) kurz vorher aus dem Eisfach nehmen, eventuell kurz in heißes Wasser tauchen und das Parfait stürzen. Die restlichen Kekse fein zerkrümeln und über das gestürzte Parfait streuen.

(Quelle)

Mittwoch, 29. Mai 2013

Sieht fast nach Sommer aus

Gestern war das Wetter auch in Little Groningen total nett, Grund genug für einen Ausflug am Abend. 





















Aber was ist das? Hier wurde ein schnelles Rhabarberkompott gekocht und in eine Tupperdose gefüllt, im Supermarkt eine Packung Sahneeis und Pappbecher gekauft und alles im Noorderplantsoen-Park übereinander geschichtet und ausgelöffelt. Sommer, das ist diese Jahreszeit, in der Leute ohne Balkon oder Garten sich ziemliche Umstände machen nur für eine Mahlzeit im Grünen.

Für das Rhabarberkompott (vier großzügige Portionen) eine Packung Erdbeeren (500 g) putzen. Drei Stangen Rhabarber schälen und in Stücke schneiden. Alles zusammen in einem Topf mit etwas Zucker und dem Mark einer Vanilleschote ein paar Minuten kochen, bis das Obst weich ist und zu zerfallen beginnt. Nach Belieben weiteren Zucker ergänzen und mit einer Prise Zimt abschmecken.

Montag, 21. Januar 2013

Orangensahneeis

Schon wieder ein Eisrezept! Sommers wie winters ist Eis meine Lieblingssüßigkeit.





















Während ich Eis mit vielen Stückchen leckerer Sachen drin - zum Beispiel Eis mit Maronen-, Schoko- und Rosinenstückchen - oft sehr gerne habe, mag ich manchmal auch ganz glattes, ausschließlich cremiges Eis wie zum Beispiel dieses hier. Es handelt sich dabei um eine Abwandlung eines Ben&Jerry-Rezeptes, das "frozen orange juice concentrate" verlangt. Selbiges (kurz: FOJC) kann man in Amerika wohl kaufen, ich kann meinen Orangensaft aber auch selbst konzentrieren. Die Kombination aus Sahneeis und Fruchtsaft finde ich ganz toll und, ebenso wie das Maronen-Rumrosinen-Eis, hat auch dieses hier absolute Lieblingssortenqualität. Das fertige Eis kann man in Orangenhälften füllen, muss man aber nicht.

Anzumerken ist womöglich noch, dass das Eis am Produktionstag besser geschmeckt hat als am Tag darauf - ich würde also empfehlen, es nicht zu lange aufzubewahren.


Orangensahneeis

Zutaten
  • Saft von 4 Orangen
  • 2 Becher Sahne
  • 1 Becher Milch
  • 2 Eier
  • 150 g Zucker
  • Mark von 1 Vanilleschote

Zubereitung

Den frisch gepressten O-Saft in einem kleinen Topf auf die Hälfte einkochen und anschließend abkühlen lassen. Die Eier mit dem Mixer in einer Schüssel schaumig aufschlagen. Nach mind. 1 Minute nach und nach den Zucker zugeben. Wenn der Zucker gut mit den Eiern verschlagen ist, Milch, Vanillemark und Sahne zugeben und alles nochmals durchmixen. Dann nach und nach den eingekochten Orangensaft zugießen, dabei weiterschlagen. Die Masse in der Eismaschine gefrieren lassen und ggf. in der Gefriertruhe nachfrieren.

Sonntag, 13. Januar 2013

Maroneneis mit Rumrosinen

Mwaaaaaaaawwwwww! Dieses Eis ist phantastisch. Vielleicht ist es eines der leckersten Eise, die ich bisher gemacht habe. Und das, obwohl die Eisbasis nicht kompliziert erhitzt und zur Rose abgezogen wird, sondern alle Zutaten einfach so Ben&Jerry-Style in die Eismaschine gekippt werden, sozusagen. Will mir mal einer erklären, wieso man dieses Koch-Sache eigentlich macht und wie das den Geschmack des Eises beeinflusst? Ich weiß es nämlich nicht.*
Meine Sympathie zu Rumrosinen wächst, seit ich für das Stollenkonfekt ein ganzes Glas davon in den Kühlschrank gestellt habe. Seitdem fallen mit fortwährend gute Sachen ein, für die man die eingelegten Rosinen verwenden kann. Dieses Eis war jedoch meine glanzvollste Idee.






















Maroneneis mit Rumrosinen

Zutaten
  • 2 Becher Sahne
  • 1 Becher Milch
  • 150 g Zucker
  • 2 Eier
  • 200 g Maronen, vorgegart
  • 4 gehäufte EL Rumrosinen, leicht abgetropft
  • nach Belieben noch 2 EL Schokoraspeln

Zubereitung

Die Rosinen spätestens am Tag vorher vorbereiten, dafür Rosinen in ein Marmeladenglas geben und mit braunem Rum auffüllen.
150 g der Maronen mit ein paar EL von der Sahne fein pürieren. Die restlichen 50 g mit der Gabel zerdrücken.
Die Eier in eine Schüssel schlagen und mit dem Mixer 1 bis 2 Minuten schaumig schlagen. Nach und nach den Zucker zugeben, dabei weiter mixen. Nach einer Minute Milch, Sahne und Maronensahne einschlagen. Die Masse in die Eismaschine füllen und gefrieren lassen. Kurz vor Schluss die Rumrosinen, die zerdrückten Maronen und die Schokoraspeln zugeben.
Die Masse ggf. im Gefrierfach nachfrieren lassen.



* Eise, die zur Rose abgezogen wurden, haben zumindest bei meiner Eismaschine auch den Nachteil, dass sich am inneren Rand des Behälters der Eismaschine eine harte Schicht bildet, da das Rührgerät der Eismaschine nicht bis ganz an den Rand reicht. Bei Eisen wie diesem hier ist das irgendwie nicht der Fall.

Samstag, 22. Dezember 2012

Maroni-Parfait mit Schokosoße


Dieses Parfait (Idee von hier) gab es am Mittwoch nach dem Hirschgulasch. Es ist superlecker und superschnell hergestellt, deswegen mach ich es am Montag gleich noch mal. Dazu eine Schokosoße und etwas Krokant - mmmh!























Maroni-Vanille-Parfait

Zutaten (für ca. 5 Pers.)
  • 2 Eigelb
  • 40 g Vanillezucker
  • 1 Vanilleschote
  • 2 EL Rum
  • 200 g vorgegarte Maronen
  • 250 ml Sahne
  • 1 EL Schokolade, grob geraspelt

 Zubereitung

Eigelb, Vanillezucker, Vanillemark und Rum mit dem Mixer schaumig schlagen. Die Maronen mit einer Gabel zerdrücken und 2/3 davon mit 50 ml der Sahne mit dem Pürierstab pürieren. Das Püree und die zerdrückten Maronen sowie die geraspelte Schokolade zur Ei-Masse geben und gut unterrühren. 
Die restliche Sahne steifschlagen und unterheben. Die Masse in kleine Portionsformen füllen und mindestens 4 Stunden tiefkühlen. Vor dem Servieren das Parfait circa 10 Minuten antauen lassen. Auf einem Spiegel aus Schokoladensoße servieren und mit Krokant oder Zimt bestreuen.


(Quelle)


Nachtrag: Zu Weihnachten gab es zu dem Parfait eine selbstgemachte Schokoladensoße. Die ist ganz einfach und geht so:


Schokoladensoße

Zutaten (ausreichend für mind. 6 Portionen Parfait) 
  • 50 g Kakao
  • 100 ml Wasser
  • 100 g Zucker  

Zubereitung 

Alle Zutaten in einem kleinen Topf mit dem Schneebesen gut vermischen. Unter rühren erhitzen und ca. 2 Minuten leicht köcheln lassen. Nach Belieben warm oder kalt servieren.

Dienstag, 24. Juli 2012

Das beste Walnuss-Eis

ist solches mit Ahornsirup und ungemahlenen, nur grob gehackten Walnüssen. Der König der Nusseise, meiner Ansicht nach, da kann auch kein Kürbiskerneis mit Kardamom-Krokant mithalten, obwohl das wirklich gut war.

Als ich klein war, gab es dieses Walnuss-Eis von Mövenpick in kleinen und großen, damals dunkelgrünen Dosen. Die Eisdosen haben in der Tiefkühltruhe meiner Oma darauf gewartet, in die Oma-Eisschüsseln - quadratisch, außen dunkelgrün, innen weiß mit Früchten - umgefüllt und in den Garten getragen zu werden.

Die Tiefkühltruhe gibt es zwar noch, die Oma aber nicht mehr und die Oma-Eisschüsseln wohnen jetzt bei mir, wo ich sie gelegentlich mit dem perfekten Walnusseis befülle; heute selbstgemacht mit Walnüssen vom Oma-Baum im Oma-Garten, den es auch noch gibt. Das Eisrezept ist simpel (nach Ben&Jerry's mit einer Eisbasis ohne Kochen), aber ich halte es trotzdem fest, damit Walnusseis mit Ahornsirup hinter Keksteig-Eiscremes und Erdbeer-Basilikum-Sorbets nicht in Vergessenheit gerät.







Zutaten

  • 2 Becher Sahne
  • 1 Becher Milch
  • ca. 150 g Zucker
  • 2 Eier
  • ca. 50 ml Ahornsirup
  • 1/2 Becher voll Walnüsse, grob gehackt

Zubereitung

Die Eier in eine Schüssel schlagen und mit dem Mixer 1 bis 2 Minuten mixen. Nach und nach den Zucker zugeben, dabei weiter mixen. Nach einer Minute Milch und Sahne einmixen, dann den Ahornsirup einrühren. Die Masse in der Eismaschine gefrieren und kurz vor Schluss die gehackten Walnüsse zugeben.

Montag, 25. Juni 2012

Keksteig-Eis

Der beste Freund hat mir ein Eisrezeptebuch geschenkt: Das Ben&Jerry's Ice Cream- and Dessert-Book. Ich war zunächst erstaunt, weil die Rezepte fast alle ganz ohne Erhitzen auskommen, bis auf die Schokoeise, bei denen natürlich Schokolade geschmolzen werden muss. Ansonsten sind viele lecker klingende Rezepte für Eis und Sorbets drin, wobei man für einiges amerikanische Schokoriegel braucht - diese Rezepte unterscheiden sich dann teilweise nur dadurch, dass mal Peanut Butter Cups, mal Rolo zugegeben wird. Auch, wenn man manche dieser Sachen in Deutschland wahrscheinlich nicht bekommt, kann man hier gut improvisieren (Snickers, Bounty, Kitkat, Mars, äh und was es da sonst noch so gibt). Interessanter finde ich eigentlich die Rezepte, in denen Obst vorkommt, mit Fruchteis kenne ich mich nämlich bisher gar nicht so gut aus. Das Pfirsicheis steht schon auf meiner Nachmach-Liste.

Um bezüglich der Frage, ob man Eiscreme im Entstehungsprozess wirklich nicht erhitzen muss, schnell Klarheit zu schaffen, hab ich gleich das Cookie-Dough-Eis-Rezept ausprobiert. Eigentlich wollte ich Maple-Walnut herstellen, aber dann war mein Ahornsirup schimmelig. Tja. Also schnell etwas Vanillemark in dieselbe Sahne-Eisbasis gerührt, alles in die Eismaschine gekippt und derweil einen Keksteig geknetet.
Ich muss sagen, man kommt sich etwas verrückt dabei vor, Keksteig zu machen, wenn man gar nicht backen will. Beim Backpulver zum Beispiel hab ich kurz gezögert: kann man das nicht weglassen? Hab mich dann aber doch ans Rezept gehalten und einen genau solchen Teig geknetet, aus dem man auch Kekse backen könnte.

Man kann, so viel steht fest, auch ohne Erhitzen sehr leckeres Eis zubereiten. Eine endgültige Meinung über Vor- und Nachteile beider Zubereitungsmethoden möchte ich mir noch nicht bilden. Irgendwie schmeckt dieses schon ein bisschen anders. Sicher bald mehr dazu an dieser Stelle. Das Keksteigeis ist auf jeden Fall toll. Man kann natürlich jeden Keksteig verwenden, den man mag, nehme ich mal an.




Zutaten
    für die Eisbasis:
  • 1 Ei
  • 300 ml Sahne
  • 150 ml Milch
  • 75 g + 15 g Zucker
  • 1,5 Msp. Vanillemark

  • für den Keksteig:
  • 30 g Butter
  • 15 g Zucker
  • 15 g braunen Zucker
  • 60 g Mehl
  • 1/4 Ei
  • etwas Backpulver
  • Prise Vanillemark
  • Prise Salz
  • ca. 1 EL gehackte Walnüsse
  • ca. 1 EL gehackte Schokolade

Zubereitung

Zuerst den Keksteig zubereiten. Dafür die Butter schmelzen und mit jeweils 15 g weißem und braunem Zucker schaumig rühren. Etwas Vanillemark und 1/4 Ei zugeben und gut vermischen. Mit einem Löffel Mehl, Backpulver und eine Prise Salz, zuletzt gehackte Schokolade und Walnüsse einkneten. Den Teig in kleine Stückchen schneiden oder zupfen, in eine Schüssel geben und einfrieren.

Für das Eis das Ei durchmixen, bis eine weiße, schaumig-cremige Masse entsteht. Dann nach und nach den Zucker geben und immer weiter mixen. Sahne, Milch und Msp. Vanillemark gründlich einrühren. Die Masse in die Eismaschine geben und gefrieren. Kurz vor Schluss die gefrorenen Keksteigklumpen zugeben. Ggf. nachfrieren.

Freitag, 8. Juni 2012

Salzkaramell-Bananeneis

Den Link zu diesem Eis hat mir meine Freundin, die in New York ist, geschickt - "machen wir das, wenn ich wieder da bin". Diese Freundin brüstet sich vor ihren amerikanischen Bekanntschaften sehr damit, in Deutschland eine Freundin mit Eismaschine zu haben. Es ist schön, jemand zu sein, mit dem man angeben kann.

Sicherheitshalber haben der Juxkopf und ich das Eis schon mal getestet. Es ist wirklich eine gute Wahl. Es ist super, genau genommen. Ich würde beim nächsten Mal lediglich ein kleines bisschen weniger Zucker nehmen: 175 statt 225 Gramm. Oder sogar noch etwas weniger. Judith fand es aber nicht zu süß.





Zutaten
  • 1,5 Becher Sahne (300 g)
  • 1,5 Becher Milch 1,5% Fett (abgemessen mit dem Sahnebecher)
  • 175 g + 1 TL Zucker
  • 2 sehr reife Bananen
  • 1 TL Butter
  • 1/4 TL Salz
  • 5 Eigelb

Zubereitung

Bananen schälen und in Scheiben schneiden. In einer Pfanne die Butter schmelzen. Bananen zugeben und für eine Minute bräunen. Dann Zucker (1 TL) und 1/4 Tl Salz darüber sprenkeln. Wenden und noch ca. 1 Minute braten, bis die Bananen ziemlich weich (aber noch kein Matsch!) und leicht gebräunt sind. In eine Schüssel geben, beiseite stellen.

Eigelb mit restlichem Zucker schlagen, bis die Mischung weiß wird. Sahne uind Milch in einem Topf erhitzen, kurz bevor die Mischung kocht. Dann nach und nach mit einem Esslöffel etwas von der Milchmischung in die Eimasse geben, dabei immer mixen.
Wenn schätzungsweise 100 ml Sahne-Milch in der Eimasse sind, die Eimasse komplett in die Sahne-Milch geben. Bei mittlerer Hitze so lange rühren, bis die Masse leicht anzieht und die Rückseite eines Löffels bedeckt. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen.

Wenn die Masse abgekühlt ist, die Bananen unterrühren. In die Eismaschine füllen und gefrieren lassen.


(Idee)

Donnerstag, 31. Mai 2012

Rhabarber-Buttermilch-Eis

Hier endlich das Rezept für das Rhabarber-Buttermilch-Eis. Es hat ganz toll geschmeckt. Die Buttermilch-Sahne-Basis, in die am Ende das Kompott gestrudelt wird, finde ich so lecker, dass ich mir gut vorstellen könnte, sie auch noch mal für eine andere Eissorte zu verwenden. Durch die Buttermilch leicht buttermilchig und durch die Vanille vanillig und durch die hohe Anzahl an Eigelbs ordentlich eigelbig ist dieses Eis genau so, wies sein sollte und hält keine unangenehmen Überraschungen bereit.
Dass so ein Eis in Verbindung mit Rhabarber nur gewinnen kann versteht sich von selbst.






Zutaten
  • 300 g Rhabarber, geputzt gewogen
  • 150 g Zucker
  • 100 g Erdbeeren
  • 3 EL Weißwein
  • 1 Bio-Limette
  • 2 Vanilleschoten
  • 200 ml Schlagsahne
  • 300 ml Buttermilch
  • 2 Eier
  • 4 Eigelb
  • für das Kompott evt. etwas Orangenlikör
  • gehackte Pistazien oder Baiserbrösel zum Bestreuen

Zubereitung

Zuerst das Kompott zubereiten. Dazu Rhabarber und Erdbeeren waschen und in Stücke schneiden. 80 g Zucker in einem Topf hellbraun karamellisieren, dann Rhabarber, Erdbeeren und Weißwein zugeben und 15-20 Minuten offen zu Mus einkochen lassen, dabei umrühren. Limettenschale fein abreiben. Etwas Saft auspressen und das Kompott mit dem Saft und nach Geschmack mit etwas Orangenlikör abschmecken. Schale beiseite stellen, Kompott abkühlen lassen.

Sahne, Buttermilch, Mark der Vanilleschoten und die leeren Schoten zusammen aufkochen. Derweil im heißen Wasserbad Eier, Eigelb und 70 g Zucker mit dem Mixer schaumig aufschlagen (ca. 5 Minuten). Die Schoten aus der Buttermilchmischung entfernen und nach und nach in die Eimasse einrühren, dabei weitermixen. Die Hälfte der Limettenschale zugeben.

Nun die ganze Masse zur Rose abziehen. Im Originalrezept belässt man dafür die Masse im Wasserbad, bei mir funktioniert das aber irgendwie nicht (wird nicht heiß genug?), sodass ich mutig genug bin, den Topf mit der Eismischung drin jetzt direkt auf die Herdplatte zu stellen. Mit dem Holzlöffel rühren, bis die Masse anzieht, aber natürlich Achtung, nicht kochen lassen, wir wollen kein Rührei.

Die Masse durch ein feines Sieb in den Behälter der Eismaschine gießen und diesen in eine Schüssel mit Eiswasser stellen. So lange rühren, bis die Masse kalt ist. Alternativ geht wahrscheinlich (noch besser?): Masse über Nacht kaltstellen. Restliche Limettenschale unterrühren. Jetzt in die Eismaschine geben und gefrieren lassen. Das hat bei mir viel länger gedauert als normalerweise, wahrscheinlich, weil die Eismasse noch nicht kalt genug war. In den letzten zwei Minuten 2 EL vom Rhabarberkompott unterrühren.

Eine Kastenform (hier: Gefrierdose) mit Klarsichtfolie auslegen. Das Eis hineingeben, glattstreichen. In die Mitte eine Rille ziehen, 3 EL Rhabarbermus hineingeben und im Eis verstrudeln. Für 2-3 Stunden in den Gefrierschrank stellen. Das restliche Kompott kaltstellen.

Eis rausnehmen und aus der Form lösen. In Scheiben schneiden und mit dem restlichen Kompott und bestreut mit Pistazien oder zerbröseltem Baiser servieren.



(Idee)

Donnerstag, 12. April 2012

Nougatparfait an Eierlikörschaum

Laut Rezept bei Chefkoch handelt es sich hierbei um ein Parfait. Ein Parfait wird meines Wissens nach in der Regel beim Einfrieren sehr fest (da es ja nicht gerührt wird) und muss deswegen vor dem Essen wieder etwas angetaut werden.

Vielleicht würde es sich mit diesem Parfait ebenso verhalten, wenn man sich an die im Rezept angegebene Nougatmenge hält. Das habe ich nicht gemacht, sondern stattdessen verdoppelt. Das Parfait bleibt dadurch (ich vermute, dass es damit zusammenhängt) ziemlich weich, weswegen die klassische Zubereitung in einer Form, aus der es dann gestürzt wird, nicht empfehlenswert ist - ich würde es eher in einer Gefrierdose einfrieren und zum Servieren Nocken oder Kugeln ausstechen. (Vielleicht hängt die Konsistenz auch davon ab, wie stark man die Zuckerlösung einkocht. Evt. hatte ich sie einen Moment länger auf dem Herd als eigentlich vorgesehen.)
Wenn man so vorgeht, ist das Parfait allerdings superlecker, und zu Sahne mit Eierlikör passt es wirklich hervorragend.




Zutaten (für ca. 8 Portionen)
    Parfait:
  • 3 Eigelb
  • 200 g Nougat (aus dem Backwaren-Regal)
  • 150 g Zucker
  • 1 EL braunen Rum
  • 500 ml Sahne
  • Spritzer Zitronensaft
  • 1 Prise Salz
  • 1 Pck. Vanillezucker

  • Eierlikörschaum:
  • 200 g Sahne
  • 100-200 ml Eierlikör je nach Geschmack
  • 1 Pck. Vanillezucker

Zubereitung

Am Tag vorher: 100 ml Wasser mit Zucker und Vanillezucker aufkochen, bis sich die Kristalle gelöst haben. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen.
Eigelbe, Zuckersirup, Rum, Zitronensaft und Salz mit dem Mixer aufschlagen. Das Nougat in einem kleinen Topf schmelzen, zur Eigelbmischung geben und verrühren.
Sahne steif schlagen, unter die Nougatmasse heben. In eine Dose füllen und 24 Stunden einfrieren.

Für den Eierlikörschaum die Sahne mit dem Vanillezucker steif schlagen. Eierlikör unterheben.
Zum Servieren auf jeden Teller etwas Eierlikörschaum geben. Kugeln aus dem Nougatparfait stechen und auf der Eierlikörsahne anrichten.

Samstag, 10. März 2012

Kürbiskerneis mit Kardamom-Krokant

Am Freitag hab ich nochmal für den Nachtisch an Ostern testgekocht. Ob es dieses Eis jetzt wirklich geschafft hat, weiß ich noch nicht sicher. Lecker ist es auf jeden Fall, ich würde sogar so weit gehen zu sagen, das leckerste Eis, das ich je gemacht habe.

Ich hab es etwa drei Stunden bevor es gegessen wurde aus der Eismaschine in die Tiefkühltruhe gestellt. Die Konsistenz war genauso perfekt wie der Geschmack. Liegt das vielleicht am Alkohol, der den Gefrierpunkt - ihr wisst schon? Danke für das Rezept, Andorina.




Zutaten (für 3 Portionen)
    Eiscreme:
  • 100 ml Sahne
  • 250 ml Vollmilch
  • 90 g Zucker
  • 4 Eigelb
  • ca. 30 g Kürbiskerne
  • 1 EL Kürbiskernöl
  • 60 g weiße Schokolade
  • 2 EL Cognac

  • Krokant:
  • 50 g Kürbiskerne
  • 40 g Zucker
  • 1/2 TL Kardamom gemahlen

Zubereitung

Zunächste die Kürbiskerne - sowohl die für das Eis als auch die für den Krokant - in einer Pfanne ohne Fett rösten. Abkühlen lassen, 50 g abwiegen, beiseite stellen. Die restlichen Kerne in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Hammer so fein wie möglich zerhämmern.

Eiscreme: Sahne, Zucker und die Hälfte der Milch aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. 3 EL von den gemahlenen/gemusten Kürbiskernen in die Milch rühren.
Die restliche Milch zusammen mit der zerbröckelten Schokolade erhitzen, bis die Schokolade geschmolzen ist. Gut verrühren.

Mit dem elektrischen Mixer 4 Eigelb in einer Schüssel cremig aufschlagen. Cognac und Kürbiskernöl zugeben. Dann nach und nach die Kürbismilch angießen, dabei immer weiter mixen. Die Masse zurück in den Topf füllen und bei mittlerer Hitze erwärmen, bis die Masse langsam andickt. Dabei rühren. Vom Herd nehmen, auf die Schokomilch geben und verrühren. Abkühlen lassen (Kühlschrank).

Krokant: Zucker flach in eine Pfanne geben und ohne rühren schmelzen lassen. Wenn der Zucker geschmolzen ist und beginnt, braun zu werden, die restlichen ganzen Kürbiskerne und den Kardamom einrühren. Die Masse dünn auf Backpapier streichen. Abkühlen lassen, in Stücke brechen. In einen Gefrierbeutel füllen und mit dem Hammer fein zerbröseln.

Wenn die Eismasse abgekühlt ist (hier: über Nacht), in die Eismaschine geben. Kurz vor Ende die Krokantbrösel dazu.

Samstag, 6. August 2011

Watermelon Slush

Sehr gut gefällt mir dieses Rezept für ein Getränk aus gefrorenen Wassermelonen. In Ermangelung von Akazienhonig habe ich es mit etwas Zucker zubereitet. Außerdem habe ich getrocknete Minze und weißen Rum ergänzt (so macht es mehr Sinn).

Zutaten
Wassermelone (aus ca. einer halben Wassermelone durchschnittlicher Größe wurden etwa sechs Gläser Getränk)
Limettensaft
weißer Rum
frische oder, im Notfall, getrocknete Minze (Teebeutel aufschneiden!)
Zucker
kleine dicke Strohhalme

Zubereitung
Die Melone würfeln. Dabei die Kerne entfernen. In Gefrierbeuteln die Wassermelonenwürfel über Nacht einfrieren.

So man einen Blender besitzt, kann man die Wassermelonenwürfel, wenn sie tiefgefroren sind, bequem zerkleinern. Sollte dem nicht so sein, tut es auch ein Hammer, ein Gefrierbeutel und etwas Geduld.

Die gecrushte Melone mit gehackter Minze und Zucker vermischen. In jedes Glas die gewünschte Menge Rum (hier: für ein kleines Glas 2 cl) und einen Schuss Limettensaft geben. Mit Wassermlone auffüllen und mit Strohhalm und Löffel servieren.