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Montag, 13. Oktober 2014

Rheinischer Sauerbraten (mit Klößen und Rotkohl)

Eins meiner Lieblingsfleischgerichte, wenn nicht sogar mein Lieblingsfleischgericht, ist Sauerbraten. Dabei handelt es sich zudem um ein ziemlich unkompliziertes Essen, wenn man bei den Beilagen den einfachen Weg wählt: hier Fast-Fertig-Klöße aus der Packung (gepimpt mit in Butter angebratenen Zwiebeln) und Rotkohl aus dem Tiefkühlfach. Wer den einfachen Weg geht, kann den Sonntag Nachmittag auf dem Spielplatz vertrödeln und trotzdem noch vor dem Tatort essen. By the way, der war doch ganz gut gestern, oder nicht?





















Das folgende Rezept ist kaum ein Rezept, aber ich muss es mir trotzdem mal aufschreiben, um nichts zu vergessen.
Die Reste - Soße und Rotkohl - gab es gerade mit Salzkartoffeln. Immer noch super.

Sauerbraten (mit Klößen und Rotkohl)

Zutaten (für 3)

  • 1 Sauerbraten, fertig eingelegt (500 g, reicht für drei nicht so gierige Personen)
  • ca. 4 Scheiben Schwarzbrot oder ca. 6 Aachener Kräuterprinten (hier: halb und halb)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Hand voll Rosinen
  • 1 Becher Sahne
  • Butterschmalz
  • etwas Mehl
  • 1 Packung Kartoffeklöße halb und halb (6 Stück)
  • 1 Packung Apfelrotkohl, TK (450 g)

Zubereitung

Sauerbraten aus der Marinade nehmen, diese beiseite stellen. Braten trocken tupfen und von allen Seiten mit Mehl bestäuben. In einem Bräter oder großen Topf Butterschmalz erhitzen. Braten von allen Seiten darin anbraten. Mit der Marinade ablöschen und ggf. noch etwas Wasser angießen (Braten muss nicht ganz bedeckt sein.) Schwarzbrot oder Printen grob zerbröckeln und zusammen mit Lorbeerblatt und Rosinen zum Braten geben. Abdecken und bei geringer bis mittlerer Hitze 90 bis 120 Minuten schmoren (zu lange kann nicht schaden).
Etwa eine halbe Stunde vor Schluss nach Packungsanweisung die Klöße und den Rotkohl zubereiten.
Wenn der Braten fertig ist, aus dem Sud nehmen und auf einem Brett in Scheiben schneiden. Die Sahne in die Soße geben, ein Mal aufkochen und ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Braten zurück in die Soße geben und mit den Beilagen servieren.

Sonntag, 29. Dezember 2013

Hühnersuppe, klassisch

Wenn man erkältet ist, hilft eine selbstgemachte Hühnersuppe wirklich sehr. Ein Suppenhuhn auseinanderzunehmen ist nicht das allerschönste, aber man muss das in Kauf nehmen, wenn man selbstgemachte Hühnersuppe will.






















Hühnersuppe

Zutaten (für 1 großen Topf voll)
  • 1 Suppenhuhn
  • 1 Bund Suppengrün
  • 1 braune Zwiebel
  • 2 Lorbeerblätter
  • 5 schwarze Pfefferkörner
  • 2 Stengel Petersilie
  • Salz
als Einlage z.B.:
  • 1/2 Packung Erbsen, TK
  • 2 Möhren
  • 200 g Suppennudeln
  • 1/2 Bd. Petersilie, glatt

Zubereitung

Das Huhn von innen und außen waschen und die Fettdrüse am Schwanz abschneiden. Huhn in einen großen Topf geben und mit kaltem Wasser bedecken. Salzen. Aufkochen lassen, dabei ab und zu den Schaum, der sich auf der Oberfläche bildet, mit einer Schaumkelle entfernen.

Das Suppengrün und die Zwiebel putzen und in Würfel schneiden. Zusammen mit Lorbeerberblättern, Pfeffer und Petersilie in den Topf geben. Alles bei kleiner Hitze und nicht ganz geschlossenem Deckel eineinhalb bis zwei Stunden köcheln lassen.

Das Huhn herausnehmen, die Haut entfernen, das Fleisch lösen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Brühe durch ein feines Sieb gießen und in einem Topf auffangen. Für die Einlage die Möhren schälen und in Stücke schneiden und zusammen mit den Suppennudeln in der Brühe gar kochen. Gefrorene Erbsen und gehackte Petersilie zugeben, einmal aufkochen, servieren.


(Quelle)

Montag, 15. Juli 2013

Spätzleauflauf mit Hackfleisch

Übers Wochenende habe ich mich erkältet, die Arbeitsprobleme sind nicht gelöst, meine Nase läuft, die Wohnung ist unglaublich chaotisch, Brot und Sprudel sind alle, alles nervt. Kein guter Start in die Woche!
Gut ist allerdings dieser Auflauf hier. Letztens habe ich einen Freund besucht, bei dem es Reste vom Vortag zum Abendessen gab. Die Reste waren Reste eines superguten Kartoffelauflaufs mit Hackfleisch und Feta, den ich am liebsten sofort nachgekocht hätte. Bekanntermaßen koche ich zu Hause jedoch meistens ohne Kartoffeln, denn Kartoffeln haben zu Hause einen schweren Stand. Wir konnten uns dergestalt auf eine Abwandlung des Auflaufs einigen, dass die Kartoffeln ersetzt wurden durch frische Spätzle, die ich ohnehin gerne mal wieder selbstmachen wollte.
Das Ergebnis ist - wenig überraschend - anders als das Original, aber - wenig überraschend - auf jeden Fall ebenfalls lecker. Wer Lust hat auf die andere Variante, ersetzt die Spätzle einfach durch Kartoffeln: schälen, kochen, in Würfel schneiden, in Olivenöl anbraten, in der Auflaufform mit den anderen Zutaten vermischen.




















Spätzleauflauf 

Zutaten (für 4 Pers.)
  • selbstgemachte Spätzle aus 300 g Mehl und 3 Eiern oder fertige Spätzle aus dem Kühlregal
  • 150 g Feta
  • Hand voll Kirschtomaten
  • 250 g Schweinehackfleisch (Mett)
  • 1 EL Tomatenmark
  • ca. 1/2 Becher Sahne
  • ca. 1/2 Becher Schmand
  • 1 Ei
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • frische Petersilie, gehackt
  • eingelegte grüne Pepperonis (mild)

Zubereitung

Ofen auf 200 Grad vorheizen.
Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, Tomaten vierteln und Feta grob würfeln. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und das Hackfleisch darin von allen Seiten anbraten. Salzen, pfeffern. Gegen Ende Frühlingszwiebeln und Tomatenmark zugeben und kurz mitbraten. In einer Auflaufform mit den Tomaten- und den Fetawürfeln mischen.
Spätzle ebenfalls kurz anbraten und ebenfalls mit den anderen Zutaten mischen. In einer Schüssel Sahne, Schmand und Ei glattrühren, salzen, pfeffern und über den Auflauf geben.
Ca. 20 bis 30 Minuten backen. Derweil die Pepperoni in Ringe schneiden. Den Auflauf bestreut mit Pepperoniringen und Petersilie servieren.

Montag, 25. Februar 2013

Pasta mit Broccoli und Bratwurst

Montag, Groningen, ziemlich kalt. Heute vormittag zwei Stunden verzweifelt USB-Stick mit Dissertation drauf gesucht und Wohnung auf den Kopf gestellt. Bekannte des Diebstahls verdächtigt (evt. am Freitag im Suff bei der Seitenzahl oder der Genialität der Arbeit gelogen und so jemanden auf eine üble Idee gebracht?). Freund im Geist beschuldigt. Katze verdächtigt. Stick wiedergefunden. Merke Faustregel betr. "Sachen wiederfinden": Erst drei Mal am wahrscheinlichen Ort, frühestens dann an den unwahrscheinlichen Orten suchen - da sind die Sachen meistens nicht. (Nicht hinter der Heizung, nicht im Badezimmer, nicht in der Gemüseschublade vom Kühlschrank sondern doch genau da, wo man schon fünf Mal geguckt hat.) Stick ins Notebook gesteckt, Dissertation gesichert. Zur Beruhigung Eis gegessen, Kaffee getrunken und fünfzig Runden Solitär gespielt. USB-Stick entfernt. Arbeitstag beendet.

Essen letzte Woche von Patti gekocht, lecker. Broccoli und Nudeln sind immer super, auch zum Beispiel mit Sardellen-Bröseln und Chili und besonders gerne auch mit Vollkornnudeln. Broccoli und Bratwurst: Kombination für Liebhaber. Und hatte ich eigentlich mal was zu De-Cecco-Nudeln gesagt? Wenn es keine selbstgemachten gibt, gibt es immer die. Sind ein bisschen teuer, aber so so so viel besser als andere Sorten.





















Pasta mit Broccoli und Bratwurst

Zutaten (für 2)
  • kurze Pasta
  • 1 kl. Broccoli
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • 1-2 italienische Bratwüstchen (Salsiccia, ca. 125 g), in Stücke geschnitten
  • Parmesan, frisch gerieben
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl

Zubereitung

Wasser mit etwas Salz in großem Topf zum Kochen bringen. Broccoli waschen und zerteilen (auch den Stiel, versteht sich) und in dem Wasser 5 bis 10 Minuten gar kochen. Dann mit einer Schaumkelle herausnehmen, das Wasser auf dem Herd stehen lassen.
Derweil in einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen. Wurststücke und gehackten Knoblauch darin 5 Minuten braten, vom Herd nehmen. Wurst aus der Pfanne nehmen, beiseite stellen.
In dem Kochwasser des Broccolis die Nudeln gar kochen. Broccoli währenddessen aus dem Topf in die Pfanne geben und erneut kochen, dabei rühren und mit einem Kartoffelstampfer etwas zerstampfen.
Wenn die Nudeln gar sind, die Nudeln, etwas von dem Kochwasser und die Wurst zum Broccoli geben. Die Konsistenz ggf. mit mehr Kochwasser und/oder Olivenöl anpassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit viel Parmesan servieren.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Roastbeefröllchen mit Thunfischsalat

Das Leben ist kompliziert, aber etwas einfacher wirds durch gutes Essen. Eigentlich auch durch Bier, aber ich dachte, verzichte ich darauf mal in der Fastenzeit. Ja, hab ich noch nie gemacht! Mal gucken obs klappt, aber zwei Wochen oder so, das wär ja schon mal was. Worauf ich offenkundig nicht verzichte, ist Fleisch. Fleisch plus Fisch kommt mir im Prinzip eher abartig vor (lieber noch ein Tier mehr!), aber seufz, so lecker - und man darf sich ja auch nicht überfordern.

Im Prinzip sind die Dinger schnell zusammengerollt, wäre da nicht die Sache mt dem hartgekochten Ei. Man mag es lustig finden, aber irgendwie versage ich immer beim Eierkochen. Entweder sie platzen, oder sie sind doch noch flüssig, oder es kommen beim Pellen kleine Aliens raus, keine Ahnung, ich kann das einfach nicht.
Mein Freund, der Theoretiker, hat irgendwelche Ansichten zum Eierkochen aus irgendwelchen Büchern, aber - zumindest wenn ich seine Techniken anwende - helfen die auch nicht weiter.
Bei Wikipedia gibt es nicht nur einen eigenen Eintrag zum gekochten (!) Ei, dieser hat auch noch einen Abschnitt zum "gekochten Ei in Literatur und Kunst". (Auch die darauffolgenden Formeln zur Berechnung der richtigen Kochdauer sind beeindruckend. Ich hab alle ausprobiert, hat auch nicht geklappt. Nein, nur Spaß.) Gekochte Eier scheinen durchaus "eins dieser Themen" zu sein.





















Ich mach immer eins mehr, als ich brauche, um die Wahrscheinlichkeit, zumindest ein vollständiges gekochtes Ei zu kriegen, wenigstens etwas zu erhöhen. So auch in diesem Fall, und tatsächlich ist eins kaputt gegangen, eins heil geblieben.


Roastbeefröllchen mit Thunfischsalat

Zutaten (für 8 Röllchen)
  • 8 Scheiben Roastbeef
  • 1 Ei
  • 1 Dose Thunfisch in Öl
  • 1 EL Mayo
  • 200 g Tomaten
  • 50 g Sahnejoghurt
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL abgeriebene Zitronenschale
  • 60 g Rucola
  • Worcestersoße
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Eier hart kochen, pellen und fein hacken. Thunfisch abgießen, zerrupfen. Tomaten entkernen und fein würfeln. Ei, Fisch, Tomaten, Mayo, Joghurt, Zitronenschale, Zitronensaft in einer Schüssel vermischen und mit Worcestersoße, Salz und Pfeffer abschmecken.
Rucola waschen und trocknen. Auf jede Scheibe Roastbeef etwas Thunfischsalat, dann einige Blättchen Rucola geben und aufrollen. Mit dem restlichen Rucola anrichten.


(Idee)

Freitag, 21. Dezember 2012

Pasta mit Hirschragout in Schokosoße

Vorgestern habe ich schon wieder für ein paar Freunde gekocht. Dieses Jahr war das Jahr der Menschen, die zum Essen kommen. Schön war das diese Woche - jemand, der oft hier ist (aber ruhig noch öfter da sein darf!) und dessen Anwesenheit sich ganz nach zu Hause anfühlt und dann noch jemand, der es ab und zu schafft, zu Besuch zu sein, obwohl er ganz ganz weit weg wohnt, in einem anderen Land. Und dann natürlich der, der meinetwegen gar nicht mehr weggehen braucht.
Erst leckeres Essen und dann bis halb fünf am Morgen in der Küche sitzen und reden und Gin Tonic trinken - das sind Abende (Nachmittage, Nächte, Morgen), die ich mag.

Zu Essen gab es dieses Hirschgulasch, das ich vor einiger Zeit gekauft habe, um das folgende Rezept auszuprobieren. Mir hat es sehr gut geschmeckt, und die anderen wollten auch alle Nachschlag, wobei angemerkt wurde, dass man die Schokolade ruhig auch weglassen könnte. Das stimmt bestimmt - ich persönlich mochte die Schokonote ganz gern, aber wem das zu experimentell ist, kann darauf natürlich problemlos verzichten.





















Pasta mit Hirschragout in Schokosoße

Zutaten (für 4)
  • 400 g Nudeln
  • 600 g Hirschgulasch (ich hatte 500 g, war auch ok)
  • 3 Zwiebeln
  • 2 Möhren
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Dose Tomaten
  • 175 ml Rotwein
  • 50 ml Portwein
  • 250 ml Gemüebrühe
  • 50 g dunkle Schokolade, mind. 70 % Kakao, gehackt
  • 2 Zweige Rosmarin
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Möhren und Zwiebeln schälen, Sellerie waschen. Alles in kleine Würfel schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken.

Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen. Fleisch von allen Seiten darin anbraten, salzen und pfeffern, aus dem Topf nehmen, beiseite stellen. Noch etwas Olivenöl, dann das vorbereitete Gemüse in den Topf geben und anbraten, bis es Farbe annimmt. Tomatenmark zugeben, kurz mitbraten und dann mit Rot- und Portwein ablöschen. Ca. 10 Minuten offen kochen, bis die Flüssigkeit komplett verkocht ist.
Fleisch, Tomaten (mit Saft) und Gemüsebrühe in den Topf geben. Mit Deckel bei geringer Hitze eine Stunde köcheln lassen.

Nach 50 Minuten der Kochzeit das Rosmarin von den Zweigen zupfen und hacken. Nudelwasser aufsetzen udn Nudeln nach Packungsanweisung kochen. Gehackte Schokolade und Rosmarin ins Gulasch geben und noch fünf Minuten kochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nudeln abgießen und zusammen mit dem Ragout servieren.


 (Quelle)

Sonntag, 9. Dezember 2012

Spinattopf mit Chorizo

In Groningen ist es kalt. Schon auf dem Weg hier hin lag überall neben den Bahngleisen Schnee. In etwa so:





















Ach, Zugfahren. Ich bin ein passionierter Zugfahrer.

Hier sind alle krank, aber wir haben Schnaps, Chocomel, Krimi-Hörspiele für fünf Tage und 21 Stunden und Zitronen, die für zehn Jahr lang heiße Zitrone reichen. Und gute Musik, zum Beispiel den neuen Erdmöbel-Weihnachtssong!



Wer den mag, hört sich am besten auch mal die aus den letzten Jahren an.

Zum Glück müssen wir fast gar nicht raus und haben zu allem Überfluss auch noch was heißes zu essen, nämlich diesen Eintopf mit Chorizo, Spinat und weißen Bohnen. Der ist superlecker und würzig ganz ohne Gewürze durch die Chorizo, in deren leckerem Fett alles andere gebraten wird.
Was die Kochdauer betrifft, bricht dieses Gericht ebenfalls alle Rekorde. Da man die Zwiebel und Knoblauch nicht hacken, sondern nur grob in Scheiben schneiden muss und wenn man dann auch noch Spinat kauft, der bereits gewaschen wurde (in den Niederlanden kann man alle Gemüsesorten bereits gewaschen/geschält/gewürfelt erstehen), steht dieses Essen in etwa zehn Minuten auf dem Tisch. Dann ist es eine schöne und schnelle und gemüsige Alternative zu Gerichten wie Chili con Carne.
Dazu haben wir einfach Ciabatta gegessen, aber Bulgur, Reis oder Kartoffeln wären auch eine schöne Idee. Oder ein Spiegelei. Mmmh.





















Bei den Bohnen sollte man drauf achten, wirklich möglichst große zu finden, nicht solche kleinen, pampigen im Glas, die es auch gibt. Ich habe meine aus dem Bioladen. Die Chorizo ist von Hema, in Deutschland muss man da eine Alternative finden, aber das sollte ja möglich sein.


Spinattopf mit Chorizo

Zutaten (für 2, wenns Sättigungsbeilage gibt)
  • 125 g Chorizo
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1/2 Dose Tomaten, gehackt
  • 1 Dose weiße Riesenbohnen, gut abgetropft
  • 150 g Spinat, frisch
  • frische Petersilie, gehackt
  • Prise Zucker
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Spinat ggf. waschen und trocknen. Chorizo in etwa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen. Knoblauch in dünne Scheiben schneiden, Zwiebel halbieren und in Streifen schneiden. Eine Pfanne erhitzen und Chorizo darin anbraten. Zwiebel und Knoblauch geben, kurz mitbraten. Dann Spinat unterheben, bis er zusammengefallen ist. Tomaten und Bohnen zugeben und alles fünf Minuten kochen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken und mit frisch gehackter Petersilie servieren.


(Quelle)

Dienstag, 23. Oktober 2012

Rote-Bete-Eintopf mit Kasseler

Was hier aussieht wie Rote-Bete-Eintopf mit Vanilleeis, ist in Wahrheit Rote-Bete-Eintopf mit Meerrettich-Schmand. Beruhigend, oder?

Diese heiße Suppe gab es vor einer Woche zum Spieleabend und ich bin ganz begeistert. Wenn es nach mir ginge, könnte es jeden Tag Eintopf geben, am liebsten immer mit Kasseler und so ein Topping mit Meerrettich ist auch ganz phantastisch. Wenn man so einen Riesentopf voll Suppe kocht, braucht man allerdings immer ein paar Leute, die mitessen. Wem die zur Verfügung stehen, dem empfehle ich sehr dringend, dieses Rezept auszuprobieren.






















Dies hier ist eine aufgewärmte Eintopf-Portion. Als wir die Suppe frisch gegessen haben, kamen die Farben des anderen Gemüses und des Fleischs noch etwas mehr raus. Nach dem Aufwärmen ist alles pink.


Rote-Bete-Eintopf mit Kasseler

Zutaten (für 6 Portionen)
  • 750 g kleine rote Bete-Knollen
  • 250 g Knollensellerie
  • 3 Zwiebeln
  • 700 g Kasseler (ohne Knochen gewogen)
  • 250 g Lauch
  • 8 Pimentkörner
  • 6 Wacholderbeeren
  • 1 Lorbeerblatt
  • ca. 1,5 l Rinderfond (hier: halb Fond, halb Brühe)
  • 50 g Meerrettich, frisch gerieben, ersatzweise aus dem Glas
  • 250 g Schmand
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Zwiebeln schälen und würfeln. In einem großen Topf etwas Olivenöl erhitzen. Kasseler am Stück hineinlegen und von allen Seiten anbraten. Zwiebeln zufügen, glasig dünsten. Wacholderbeeren und Pimentkörner zugeben, dann Fond und Brühe angießen, bis das Fleisch bedeckt oder fast bedeckt ist. Mit Deckel 60 Minuten köcheln lassen.

Derweil Rote Bete schälen, halbieren und in Spalten schneiden. Sellerie schälen und würfeln. Lauch längs halbieren und dann quer in ca. 1,5 cm breite Streifen schneiden.  Schmand mit Meerrettich vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen, kalt stellen.

Kasseler aus dem Topf nehmen. Rote Bete und Sellerie in den Fond geben und 10 Minuten köcheln. Lauch zufügen, nochmal 5 Minuten kochen. Derweil Fleisch würfeln und zurück in den Eintopf geben. Abschmecken.

Eintopf heiß mit einem Klecks Meerrettich-Schmand servieren.


Quelle: Living at Home 11/2012

Sonntag, 30. September 2012

Honig-Bier-Huhn mit Ofentomaten

Das Rezept für dieses Bierhuhn hat sich mein Freund ausgesucht und ich fand es sofort überzeugend. Weil ein Stück Fleisch allein aber kein befriedigendes Abendessen ausmacht, haben wir es mit Ofentomaten in einer orangig-zimtigen Soße kombiniert, die ich sehr mag - zusammen ein durchweg gelungenes Gericht.





















Zutaten (für 2)

für das Huhn:
  • 2 Hühnerbrustfilets
  • 1 kl. Zwiebel
  • 100 ml Bier
  • 1 EL Senf
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Sojasoße
  • paar Blättchen frische Petersilie
  • Olivenöl
  • Pfeffer, Salz

für die Ofentomaten:
  • 6 Strauchtomaten
  • Saft von 1/2 Orange
  • etwas Zitronensaft
  • Zimt
  • Ingwer, gemahlen 
  • Honig
  • etwas Harissa
  • 1 EL Mandelstifte
  • Olivenöl
  • Peffer, Salz

Zubereitung

Zunächst die Tomaten in den Ofen schieben. Dafür Ofen auf 150 (mein Ofen: 200) Grad vorheizen. Tomaten halbieren und mit der Schnittfläche nach oben in eine Auflaufform setzen. Mit Olivenöl beträufeln und salzen. Ca. 30 Minuten in den Ofen schieben.

Derweil das Huhn zubereiten. Dafür Zwiebel fein hacken und die Brustfilets von beiden Seiten salzen und pfeffern. In einer Schüssel Bier, Senf, Honig und Sojasoße vermischen. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Brutfilets darin beidseitig kräftig anbraten. Aus der Pfanne nehmen. Zwiebeln im Bratenatz andünsten, dann mit der Biermischung ablöschen. Filets wieder in die Pfanne legen und Soße darüber schöpfen. Mit Deckel zu Ende garen.

In einer Pfanne ohne Fett die Mandelstifte anrösten. Tomaten aus dem Ofen nehmen. Hälften erneut halbieren. Die Garflüssigkeit in einen kleinen Topf abgießen. Mit Honig, Orangensaft, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Harissa, Ingwer und Zimt kräftig abschmecken. Sud bis zur gewünschten Konsistenz einkochen und wieder über die Tomaten geben. Mit Mandelstiften bestreuen.

Hünerbrustfilets zusammen mit der Soße anrichten und mit frischer Petersilie bestreuen. Mit den Ofentomaten servieren.


(Quelle)

Donnerstag, 20. September 2012

Entenbrust auf Spitzkohl-Pasta mit Trauben

Weil die erste Entenbrust, die ich je gebraten habe, schon ganz okay, aber doch nicht perfekt geworden ist, dachte ich, ich probier das noch mal: Dieses Mal unter Berücksichtigung des Tipps, die Ente in die kalte, ungefettete Pfanne zu legen, damit jene in ihrem eigenen Fett braten kann. War ne gute Idee, leider habe ich die Ente wohl wieder ein paar Minuten zu früh aus dem Ofen geholt. Bei meinem Uralt-Backofen mit seltsamen Temperaturen kann man sich leider auf nichts verlassen: punktgenaues Garen ist damit eine Herausforderung.






















Wenn man das mit der Ente hinkriegt oder auch, wenn man vegetarisch kocht und das Fleisch einfach weglässt, ist dieses Gericht total lecker: Sahniger Kohl passt gut zu Pasta passt gut zu Trauben passt gut zu Haselnüssen passt gut in den Herbst. Deswegen nehme ich mit diesem Beitrag teil an Sarahs Blogevent "Herbst in der Küche":

Herbst in der Küche


Entenbrust auf Spitzkohl-Pasta

Zutaten (für 2)
  • 1 Entenbrust
  • 1/2 kleiner Spitzkohl
  • Tagliatelle oder Linguine für 2
  • Handvoll Trauben, kernlos, grün und blau gemischt
  • 1/2 Becher Sahne
  • 15 g Haselnüsse 
  • Butter
  • 1 kleine Zwiebel
  • Thymian, frisch oder getrocknet
  • Weißwein
  • Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl

Zubereitung

 Haselnüsse grob hacken und in einer Pfanne in viel Butter goldbraun rösten. Beiseite stellen. Weintrauben waschen, halbieren und beiseite stellen. Kohl in dünne Scheiben schneiden, diese halbieren, sodass dünne Streifen entstehen. Zwiebel schälen und fein würfeln.

Ofen auf 180 Grad (mein Ofen: besser 200) vorheizen. Nudelwasser aufsetzen. Entenbrust auf der Hautseite kreuzweise einschneiden, beidseitig salzen, pfeffern und mit Thymian würzen. In einer Pfanne ohne Fett zuerst von der Hautseite, dann von der andern Seite anbraten. In eine Auflaufform legen und im Ofen 12 bis 15 Minuten (mein Ofen: mindestens 20) zu Ende garen.

Derweil die Nudeln kochen. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen. Zwiebeln glasig andünsten, dann Kohlstreifen zugeben. Etwas braten, dabei rühren. Salzen. Mit Gemüsebrühe und Weißwein ablöschen, etwas köcheln lassen. Die Sahne zugeben, nochmals einkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Ente aus dem Ofen nehmen, in Alufolie wickeln und 5 Minuten ruhen lassen. Pasta mit Gemüse und Weintrauben vermischen. Haselnussbutter nochmals kurz erwärmen. Ente in Scheiben aufschneiden. Pasta mit Soße auf Tellern anrichten. Scheiben der Entenbrust drauflegen und mit der Haselnussbutter beträufeln.



Quelle: Abgewandelt nach Living at Home 10/2012.

Montag, 10. September 2012

Entenbrust auf Kürbisgemüse & Wochenendquatsch

Obwohl das Wetter dieses Wochenende noch ziemlich sommerlich war, habe ich ein Herbstessen gekocht. Ist ja klar, es ist September, da muss man orange Sachen essen und Kürbisbutter-Schnecken backen und Feigenbrote frühstücken.

Bevor ich Details von der Ente berichte: Es gab noch viel mehr leckere Sachen dieses Wochenende. Spaghetti mit einer ausgezeichneten Tomatensoße zum Beispiel und eine Dose Jahrgangssardinen (von 2007). Ich ess' ja sonst Sardinen meist in Tomatensoße (dieshier waren Ölsardinen), deswegen hab ich keinen direkten Vergleich. Aber dass sie lecker waren, so viel kann ich sagen.

Vorher super Limonaden bei Brot & Butter; ich hatte Mandarine-Orange (gut!), die Freunde Bitterorange (gut!) und Rose (ausgezeichnet). Dann Frischkäse-Pralinen aus dem italienischen Supermarkt (Erdbeer-Frischkäse in weißer Schokolade). Anderntags Gemüse-Nudeln in der Pizzeria - wir waren viel unterwegs. Außer Essen gab es auch noch Gerangel mit kleinen Katzen und circa 1000 süße Fotos, aber ich will keinen überfordern.

Hier ein paar Ess-Impressionen:











































Ja, lecker das alles!
Die Ente jedoch bestach nicht nur durch Geschmack, sondern vor allem auch durch die Farbzusammenstellung der verschiedenen Komponenten.
Kürbis aus dem Ofen ist ein All-Time-Favourite. Kürbis aus dem Ofen mit Zimt und Zucker und Chili und Ingwer und Orange ist eine sehr gute Idee und Ente passt dazu ausgezeichnet. Eigentlich hab ich das Gericht um das Chutney herumkomponiert, das ich endlich einmal zusammen mit Fleisch probieren wollte. Erledigt (mit Erfolg)! Gibt's bestimmt noch mal dieses Jahr.
























Entenbrust mit Kürbisgemüse

Zutaten (für 2)
  • 1 Entenbrust
  • 1 kl. Hokkaido
  • Saft von 1 Orange
  • Zimt
  • 1/2 frische Chili
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 1 EL brauner Zucker
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl
  • 1 Schluck Portwein
  • 1 Schluck Gemüsebrühe
  • dazu: Heidelbeerchutney

Zubereitung

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Kürbis waschen und würfeln. Chili und Ingwer fein hacken. Knoblauchzehen schälen und andrücken oder in Scheiben schneiden. Alles in einer großen Schüssel mischen mit der Hälfte des Orangensafts, dem Zucker, etwas Zimt, Salz und Pfeffer und etwas Olivenöl. Kürbis in eine große, flache Auflaufform oder auf ein Backblech geben und in den Ofen schieben.
Entenbrust von beiden Seiten salzen und pfeffern. Die Haut kreutweise einschneiden, dabei nicht ins Fleisch schneiden. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Ente ca. 4 Minuten von der Hautseite anbraten. Wenden und nochmals 3 Minuten braten. Entenbrust auf das Kürbisgemüse in den Ofen geben.





















Den Bratensatz mit dem restlichen Orangensaft, einem Schluck Portwein und einem Schluck Gemüsebrühe ablöschen. Ganz kurz einkochen lassen, mit Salz und Pfeffer abscmecken und vom Herd nehmen.
Nach 12 bis 15 Minuten seit dem Reinschieben des Fleischs sollte der Kürbis gar und die Entenbrust durch sein. Ente aus dem Ofen nehmen und für 5 Minuten in Alufolie wickeln. Der Kürbis kann derweil noch im Ofen bleiben. Ente auspacken, in dünne Scheiben schneiden, auf Tellern anrichten und mit der Portwein-Orangen-Soße anrichten. Zusammen mit dem Kürbisgemüse und etwas Heidelbeerchutney servieren.

Montag, 23. Juli 2012

Lamm mit Wildblüten und dazu heißes Blech

Bah, was hab ich 'n Kater heute - ich schaff es irgendwie ständig, montags einen Kater zu haben. Total bescheuert. Aber ich hab auch einen super Anti-Kater-Tipp (heute morgen schon umgesetzt): Schwimmen gehen. Ehrlich, bei Kater gibts nichts besseres als Wasser um einen rum. Weil bei Kater andere Leute oft stören (Psychokater, äußert sich zum Beispiel in Verfolgungswahn), ist es super, wenn der Kater zufällig auf einen Sonnentag fällt: dann ist das Hallenbad nämlich wie leer-, äh, gegossen. Also das Wasser ist noch drin aber die Leute sind raus. Verstanden? "Leergesiebt" könnte man vielleicht auch sagen, wobei das ein bisschen so klingt, als wären die Leute noch drin und das Wasser nicht. Das ist natürlich Quatsch und wäre auch wirklich sehr ätzend!
Schwimmen fühlt sich nicht nur überall am Körper gut an, es ist auch weniger anstrengend als, sagen wir, gehen. Wenn man also den Weg zum Schwimmbad geschafft hat, ist die Sache schon so gut wie geritzt und man schämt sich nicht so, weil man nicht den ganzen Tag vertrödelt hat (man war ja schwimmen).

Gestern Abend gabs Lammsteaks mit Gemüse-heißem-Blech. Anlass waren die getrockneten provencalischen Wildblüten, die mein Freund mir vorgestern gekauft hat. (Ja genau, den Superfreund mein ich!) Ich steh ja total auf getrocknete Blumen auf Essen. Das sieht nämlich gut aus. Leider sind die recht teuer. Weil der Freund so viel Geld für die Blüten ausgegeben hat, konnte ich die Lammsteaks finanzieren. Lamm wird auf der Gewürzdose nämlich explizit empfohlen als, ich sag mal, Würzuntergrund.

Das Lamm habe ich mit Salz, Pfeffer und Zimt eingerieben, in der Pfanne von allen Seiten gut angebraten und dann in Alufolie gewickelt und fünf Minuten ruhen gelassen. Die Wildblüten hab ich einfach zum Schluss drübergestreut.
Dazu gab es heißes Blech, also Tomate, Aubergine, Zucchini, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch gewürfelt, mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Thymian vermengt und im Ofen auf einem Blech gegart. Und Baguette, und einen sehr leckeren Dip: Joghurt verrührt mit Ajvar und viel frischer Petersilie. Der Dip ist wirklich gut, den mache ich wieder und gerade zu gegrilltem/gebackenem Gemüse finde ich Joghurtsoßen einfach unerlässlich.






Montag, 21. Mai 2012

Spaghetti mit Fleischbällchen

Mein Freund hat jetzt neu ein Kochbuch und das gahahanze Wochenende für mich gekocht. Gar nicht so leicht, nicht zwischendurch die ganze Zeit drin rumzufuhrwerken, vor allem, wenn es nicht mehrere Räume gibt, sodass man sich einfach zwingen könnte, das Zimmer zu verlassen. Alles in allem hat es überraschend gut geklappt und bei diesem Essen habe ich lediglich Hilfsarbeiten wie Umrühren erledigt und ein paar Mal blöd von der Seite reingequatscht. Mehr (weniger) kann man nicht erwarten!

Im Kochbuch sind lustigen Rezepte drin, zum Beispiel dieses, das dort "Pasta Bolognese" heißt. Der Fleischanteil besteht aber nicht aus klassischem Gehackten, sondern aus dem Inneren von Bratwurst. Laut Rezept aus Kalbsbratwurst, die gabs im Supermarkt aber nicht und wir haben sie durch Rinderchipolata ersetzt. Außerdem hat der Junge das Wurstinnere nicht komplett zerdrückt, sondern nur in Stückchen geschnitten, weswegen man dieses Gericht treffender als Pasta mit Fleischbällchen bezeichnen kann. Laut Rezept sollte man noch irgendwie Milch mitschmoren. Diesem Braten hat zu Recht auch mein Freund misstraut, daher wurde die Milch ersatzlos gestrichen.
Das Ergebnis fand ich sehr überzeugend. Wie Spaghetti Bolo eben mit Fleischbällchen und Salbei statt mit Hackfleisch. Een kleine Geluksmoment!







Zutaten (für 2)
  • Spaghetti für 2
  • 2-3 Kalbs- oder Rindfleischbratwürstchen
  • 1 Möhre (hier: aus Allergiegründen ersetzt durch 1 weitere Stange Sellerie)
  • 1 Stange Staudensellerie
  • 2 große runde Tomaten
  • 1 EL Tomatenmark (1/2 von diesen ganz kleinen Dosen, ca. 35 g)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 TL getr. Salbei
  • Rotwein
  • Gemüse- oder Fleischbrühe
  • Olivenöl
  • Salz Pfeffer
  • Parmesan

Zubereitung

Vorbereitung: Zwiebel und Knoblauch hacken. Möhre schälen, längs halbieren, in dünne Scheiben schneiden. Sellerie putzen und in Scheibchen schneiden. Die Bratwürste aus der Haut ziehen, in Stücke schneiden.

Etwas Olivenöl in Pfanne 1 erhitzen. Knoblauch, Zwiebel, Möhre und Sellerie darin 10 Minuten lang andünsten.

Derweil in Pfanne 2 ebenfalls etwas Olivenöl erhitzen. Die Wurststückchen zusammen mit dem Salbei 5 Minuten von allen Seiten anbraten. Mit etwas Rotwein ablöschen.

Gemüse mit etwas Gemüsebrühe ablöschen. Tomatenmark und Fleisch zum Gemüse geben, verrühren. Die Soße bei geringer Hitze mit Deckel insg. 40 Minuten lang schmoren. Dabei ggf. zwischendurch Flüssigkeit angießen und am Ende ohne Deckel kochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Während die Soße kocht, die Tomaten häuten. Die Kerne entfernen und zwischendurch zur Soße geben. Das Fruchtfleisch in Würfel schneiden und 5 Minuten, bevor die Soße fertig ist, zufügen.

Pasta kochen. Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken. Beides zusammen mit frisch geriebenem Parmesan servieren.

Montag, 14. Mai 2012

Lieblingsburger

Jungs, die haben ja oft ganz gute Ideen. Burger braten zum Beispiel könnte so eine typische Jungsidee sein. Vielleicht war das aber auch nur Zufall, dass das mit den Burgern nicht mir, sondern einem Jungen eingefallen ist. Wer sich eher für niedliche Frauenideen interessiert und auch sonst nicht mehr alle Latten am Zaun hat, hat noch zwei Jahre Zeit, sich darüber ein paar warme Gedanken zu machen. Ich warte derweil darauf, dass der Junge wieder nach Hause kommt. Aber nicht die ganzen zwei Jahre. Weil das so lange nämlich nicht dauern wird.

Diese Jungsburger hier waren jedenfalls die leckersten, die ich je gegessen habe (wahrscheinlich weil mein Freund einfach der allerschlauste ist): Aufgebackene Hamburgerbrötchen mit Hackfleischburger, Salbeikäse, Gürkchen, Tomaten, karamellisierten Zwiebeln, Salat, gebratenen Auberginen (leider nicht selbstgemacht: Auberginen waren aus - in zwei Supermärkten! - aber die aus der Dose, die sind auch nicht zu verachten), Bacon gebraten, Honigsenf. Dazu Ofenkartoffeln. Leute, Leute, Leute!






Für zwei Burger:
250 g Rinderhack mit Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß und scharf, Majoran, etwas Semmelbröseln verkneten. Zu flachen Burgern formen und in Olivenöl braten.

Karamellisierte Zwiebeln:
Eine Zwiebel in Ringe schneiden. In etwas Butter anbraten. Zucker zugeben und karamellisieren lassen. Mit Balsamico ablöschen.

Für die Ofenkartoffeln:
Ofen auf 200 Grad vorheizen. Kartoffeln waschen und längs halbieren, jede Hälfte in drei Spalten schneiden. Alle Spalten in einer Schüssel mit Olivenöl, Salz und Kräutern der Provence vermischen. In einer Lage auf ein Backblech geben und backen bis gar (hier ca. 25 Min.).

Donnerstag, 10. Mai 2012

Pasta mit Curry-Bolognese

Echte Briefe sind ja manchmal auch nicht so schlecht. Neben einer unverständlichen Rechnung meines Stromanbieters über 500 Euro hab ich am Montag einen solchen bekommen, in dem in etwa drin stand: "Sehr geehrte ..., auf Ihren Antrag vom ... erlasse ich Ihnen den Nachweis von Lateinkenntnissen für Ihre Promotion." Betrachten wir meine Dissertation also als so gut wie geschrieben.

Zur Feier des Tages gab es dann diese Bolognesesoße, verfeinert mit Rosinen, Currypaste und Cashews. Ich hatte nicht mehr so viel Currypaste ("Bio Mild Goa Curry Paste"), sodass ich noch mit anderen Gewürzen nachgeholfen habe, darunter etwas Zimt, Chili, Paprikapulver süß und scharf, Cumin. Hier am Besten einfach nach Gefühl vorgehen.




Zutaten (für ca. 3-4 Pers.)
  • Pasta
  • 250 g Hackfleisch
  • 1 Dose Tomaten
  • 1-2 große Möhre(n)
  • 1-2 Hand voll Rosinen
  • Cashewkerne
  • 3 EL rote Currypaste (Menge je nach Schärfegrad evt. variieren, diese hier war sehr mild)
  • evt. weitere Gewürze (Cumin, Zimt, Chili, Paprika scharf/süß)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 gr. Zwiebel
  • Olivenöl
  • Salz Pfeffer
  • Parmesan

Zubereitung

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Hackfleisch scharf anbraten. Zwiebel würfeln und mit dem gepresstenKnoblauch zum Fleisch geben. Kurz mitbraten. Derweil Möhre(n) schälen, grob raspeln und mit der Currypaste, den Rosinen und den Gewürzen zum Fleisch geben. Die Tomaten aus der Dose zugeben. Salzen, pfeffern, etwas Wasser (wer hat: Rotwein) zugeben, den Deckel auf die Pfanne legen und ca. 1 Stunde bei geringer Hitze schmoren.
Nudeln nach Packungsanweisung kochen. Cashews halbieren und in die Soße rühren. Soße abschmecken und ggf nachwürzen. Mit den Nudeln und frisch geriebenem Parmesan servieren.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Welnee: Kräuterkebab mit Auberginen-Paprikagemüse und Minz-Knoblauch-Soße

Heute Abend hab ich anstelle eines ordentlichen Kartoffeleintopfs, der prima facie der Jahreszeit angemessener wäre, schon wieder so ein Sommeressen gekocht. Immerhin ein Sommeressen, wie es die holländische Supermarktzeitschrift im Januar empfiehlt, also muss was dran sein. Die Supermarktzeitschrift hat diesen Monat nämlich ein Gehacktes-Feature: "Typisch hollands? Welnee! Ook over de grens vinden ze gehakt een werelds ingredient." Ja, ich bin auch überrascht: Gehacktes kennt man auch außerhalb der Niederlanden!




Außerdem kommt in diesem Essen mein Lieblingsgemüse vor: Aubergine. Juchu! Dazu gab es, hier habe ich das Rezept abgewandelt, Olivenciabatta und Minz-Knoblauch-Soße mit Frühlingszwiebel, wobei vor allem letzteres eine sehr gute Idee war. Wer statt des Ciabattas dünne Fladenbrote dazu reicht (z.B. nach meinem Pfannenfladenbrot-Rezept), kann dieses Essen auch sehr gut in Brote füllen.
Sooo lecker, mein Lieblingsessen der Woche (bisher).




Zutaten (für 2)
  • 200 bis 300 g Rindergehacktes (aus jeweils 50 Gramm wird ein Spieß; mir reichen 2, andere wollen 3)
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 EL Shoarma-Gewürzmischung (kann man natürlich auch selbst machen: Salz, Kreuzkümmel, Paprika, Muskatnuss, Fenchelsamen, Pfeffer, Nelken - heißt auf Niederlänisch Kruidnagel, süß und passend, oder? -, Kurkuma, Ingwer, Piment, Chili)
  • 1 Aubergine
  • 1 rote Paprika
  • Naturjoghurt
  • frische Minze
  • etwas Limetten- oder Zitronensaft
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl
  • 4-6 Schaschlikspieße (optional)
  • Ciabatta

Zubereitung

Vorbereitung: Knoblauch pressen oder fein hacken. Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. Minze fein hacken. Alles in einem Schüsselchen mit etwas Joghurt vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Limetten- oder Zitronensaft abschmecken, kalt stellen.
Aubgerine in dünne Scheiben schneiden, von beiden Seiten salzen und zwischen Küchenrolle legen. Entwässern lassen. Paprika waschen und in schmale Streifen schneiden. Zwiebel fein hacken und mit Hackfleisch und Shoarma-Gewürz verkneten.

1 Wok und 1 Pfanne auf dem Herd bereitstellen. Aus der Hackfleischmischung längliche Frikadellen formen (die Masse bei 300 Gramm sechsteln, bei 200 Gramm vierteln) und diese um die Spieße kneten. Es sieht hübscher aus mit den Spießen, wer allerdings eine kleine Pfanne hat, verzichtet darauf besser, denn dann passen u.U. nicht alle Kebabspieße in eine Pfanne und selbstverständlich geht es ohne genau so gut. Alternativ kann man natürlich auch kleine Frikadellen oder Bällchen formen (mache ich beim nächsten Mal).
In beiden Pfannen etwas Olivenöl erhitzen. In der flachen Pfanne die Spieße von allen Seiten gar braten (ca. 10 Minuten). Im Wok zuerst die Auberginen anbraten (ca. 5 Minuten), dann die Paprika zugeben und nochmal 3 bis 5 Minuten mitbraten. Salzen und pfeffern.

Gemüse und Kebabspieße zusammen mit Minz-Knoblauch-Soße und Brot servieren.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Coffee Chili

Gleich kommen die Mädchen (vier davon) zu Besuch und wir kochen und backen; Plätzchen und eine ganze Menge anderer Sachen. Ich freu mich schon (muss aber noch Kaffee kaufen gehen)!
Weil man nach dem Kekse essen (ja, ich denke, wir werden nicht nur backen, sondern auch essen) bekanntermaßen gern Sachen mit Salz mag, hab ich noch ein verrücktes Chili gekocht, das sehr gut schmeckt, wie ich beim Abschmecken festgestellt habe. Ich habe das Rezept sehr genau nachgekocht, nur weniger Chili verwendet - nicht zuletzt weil ich gestern Abend noch meine Kontaktlinsen rausnehmen musste - und etwas Zimt ergänzt. Kein Chili ohne Zimt. Ich mag Chili sehr gern (und weiß, dass ein Chili keine kurzgebratene Bolognesesoße mit Mais drin ist) und ich werde bei diesem Rezept bleiben.

Zum altbekannten Chili-schneiden-Kontaktlinsen-rausnehmen-Problem: Letztens habe ich ergoogelt, dass es helfen kann, wenn man wieder zu schusselig für Gummihandschuhe war, bevor man am Abend die Kontaktlinsen herausnimmt die Hände mit Öl (und dann mit Spülmittel, versteht sich) abzuspülen, weil das Fett das Chili löst. Klappt bei mir ganz gut.



Zutaten (6 Port.)
  • 500 g Rindergulasch
  • 500 g Rinderhackfleisch (hier: irgendwo muss man sparen, daher halb und halb)
  • 2 Zwiebeln, gewürfelt
  • 3 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 3 Dosen Kidneybohnen (hier: 2 Dosen, war schon so irre viel)
  • 1-3 rote Chilischoten (hier: 1 rote + 1 grüne), fein gehackt
  • 1 EL Kakaopulver (ungesüßt, Backkakao)
  • 3 EL brauner Zucker
  • 250 ml dunkles Bier (hier: Schwarzbier)
  • 200 ml starker Kaffee
  • 200 ml Brühe
  • 1 Dose Tomaten
  • 1 gr. Dose Tomatenmark (140 g)
  • Chilipulver, Menge nach Geschmack
  • 1/2 TL Oregano
  • 1/2 TL Koriander, gemahlen
  • 1 EL Kreuzkümmel (hier: gemahlen, lt. Originalrezept geht auch ganz, weil der beim Schmoren verkocht)
  • etwas Zimt
  • Öl, ca. 30 ml
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Gulasch fein würfeln. Das Öl in einem großen Topf/Pfanne erhitzen. Beide Sorten Fleisch mit Zwiebeln und Knoblauch ca. 10 Minuten rundum anbraten. Dann alle anderen Zutaten bis auf die Bohnen zugeben. Bei geringer Hitze zugedeckt 1,5 Stunden köcheln, dabei häufig umrühren.
Dann die Bohnen zugeben und weitere 30 Minuten köcheln lassen, bei Bedarf noch Flüssigkeit (Brühe oder Bier) zufügen.
Dazu hier: Brot, wenn eins der lieben Mädchen eins mitbringt.