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Samstag, 13. Juli 2013

Tomatenketchup

Für die Grillparties to come habe ich Tomatenketchup gekocht. Zwei große Gläser voll: eins für Mama, eins für Papa. Und dann gabs noch einen kleineren Rest, den esse ich zu Hause zu Schweinekotelett oder auf Käsebrot.




















Tomatenketchup

Zutaten (für 2 Gläser Ketchup)
  • 100 g Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe 
  • 2 El Öl 
  • 80 g brauner Zucker 
  • 100 g Tomatenmark 
  • 50 ml Apfelessig 
  • 50 ml Rotweinessig 
  • 1 Dose Tomaten, in Stücken 
  • 300 ml Tomatensaft 
  • 1 Bund Basilikum
  • Koriander, gemahlen
  • Salz, Pfeffer


Zubereitung

Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. In einem Topf etwas Olivenöl erhitzen und Zwiebeln zusammen mit Knoblauch glasig dünsten. Zucker zugeben, kramellisieren lassen. Dann Tomatenmark einrühren. Ganz kurz andünsten, dann mit Essig, Tomaten und Tomatensaft ablöschen. Einmal aufkochen lassen, salzen, etwas gemahlenen Koriander zugeben und bei mittlerer Hitze offen eine Stunde einkochen. Nach 40 Minuten das grob gehackte Basilikum zugeben. Nach weiteren 20 Minuten mit Pfeffer abschmecken und pürieren. Dann noch heiß in Schraubgläser füllen.


(abgewandelt nach)

Mittwoch, 29. Mai 2013

Sieht fast nach Sommer aus

Gestern war das Wetter auch in Little Groningen total nett, Grund genug für einen Ausflug am Abend. 





















Aber was ist das? Hier wurde ein schnelles Rhabarberkompott gekocht und in eine Tupperdose gefüllt, im Supermarkt eine Packung Sahneeis und Pappbecher gekauft und alles im Noorderplantsoen-Park übereinander geschichtet und ausgelöffelt. Sommer, das ist diese Jahreszeit, in der Leute ohne Balkon oder Garten sich ziemliche Umstände machen nur für eine Mahlzeit im Grünen.

Für das Rhabarberkompott (vier großzügige Portionen) eine Packung Erdbeeren (500 g) putzen. Drei Stangen Rhabarber schälen und in Stücke schneiden. Alles zusammen in einem Topf mit etwas Zucker und dem Mark einer Vanilleschote ein paar Minuten kochen, bis das Obst weich ist und zu zerfallen beginnt. Nach Belieben weiteren Zucker ergänzen und mit einer Prise Zimt abschmecken.

Freitag, 22. März 2013

Confierter Knoblauch

Ich will nicht behaupten, dass man confierte Knoblauchzehen superdringend braucht. Was braucht man schon superdringend (wenig). Aber insbesondere für rohen Knoblauch (zum Beispiel in Dips und Salatsoßen oder natürlich Aioli) sind die confierten Zehen ein prima Ersatz: Sie schmecken milder als roher Knoblauch und außerdem ein bisschen süßlich. Sehr lecker.





















Ich hab den confierten Knoblauch bisher in einer Knoblauch-Zitronen-Creme-Fraîche zu Blinis und in einer Mayo-Joghurt-Soße zu Artschocken verwendet und beides war sehr gut. Der Freund hat eine Zucchini-Nudelsoße damit verfeinert und war auch ganz begeistert.


Confierter Knoblauch

Zutaten
  • Knoblauch
  • neutrales Öl

Zubereitung

Knoblauchzehen schälen, holzige Enden abschneiden. In einen kleinen Topf geben und mit Öl bedecken. Bei minimaler Temperatur (max. 80 Grad) für ca. 45 Minuten garen, bis die Zehen weich sind und beginnen zu bräunen. In ein Schraubglas geben, mit Knoblauchöl aus dem Topf auffüllen, zuschrauben, abkühlen lassen. Im Kühlschrank aufbewahren.


(Idee)

Donnerstag, 17. Januar 2013

Ananas-Chutney mit Pistazien

Dass ich dieses Chutney eingekocht habe, ist schon eine Weile her: Ein Gläschen davon befand sich im Adventskalender für meine Mama.





















Das Chutney ist sehr lecker, aber ich würde die Ananas beim nächsten Mal etwas kleiner schneiden, da sie beim Kochen praktisch nicht zusammenfällt und ich Chutneys gerne auf Broten esse, da stören riesige Ananasbrocken. Wer es gerne rustikal mag, für den ist es auch in großstückig gar nicht schlecht geeignet. Die Kombination aus Ananas und Pistazie ist jedenfalls gut.


Ananas-Chutney mit Pistazien 

Zutaten (für ca. 6 Gläschen)
  • 1 Ananas
  • 350 g kleine rote Zwiebeln
  • 4 EL neutrales Öl
  • 75 g Pistazien
  • 1 kleine frische Chilischote
  • 250 g brauner Kandis
  • 75 ml milder Essig (Himbeer oder weißer Balsamico)
  • 1 Sternanis
  • 6 Nelken
  • 8 Pimentkörner
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer 

Zubereitung

Ananas schälen und würfeln. Zwiebeln schälen und ebenfall würfeln. Pistazien grob hacken, Chili halbieren, Kerne entfernen und in feine Streifen schneiden.
Etwas Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin unter Rühen braten, bis sie weich sind. Dann Ananas, Pistazien, Chili, Zucker, Essig und Gewürze zugeben. Bei niedriger Hitze ca. 30 bis 40 Minuten köcheln lassen, bis alle Zutaten gut miteinander verbunden sind. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und sofort in heiß ausgespülte Schraubgläser geben. Zuschrauben, auf den Kopf stellen, abkühlen lassen.


(Idee: Wünsch dir was - Geschenke aus der Weihnachtsküche)

Samstag, 8. September 2012

Heidelbeerchutney

Hallo Chutneyfreunde zu Hause und woanders! Hier Chutneyrezept Nummer 547538. Dieses hier ist recht deftig, was meiner Erfahrung nach am Ahornsirup liegt. Chutneys mit Honig, Ahornsirup oder anderen Süßungsmitteln, die nicht Zucker sind, werden, so wie ich das sehe, immer etwas herzhafter als solche mit Zucker. Der honighafte Geschmack erinnert nämlich irgendwie ein bisschen an Bratensoße oder etwas Ähnliches. Entsprechend finde ich diese Chutneys besser zu Fleisch als zu Käsebrot, was ja sonst der hauptsächliche Einsatzbereich von Chutneys ist. Sofern man sich das klar gemacht hat, kann ich dieses Exemplar hier sehr empfehlen.
Im Originalrezept stand was von "frischem Pfeffer", den man von seinen "Rispen zupfen" soll. Sowas hab ich noch nie gesehen, gibts also nich.





















Zutaten (für drei kleine Gläschen)
  • 500 g Heidelbeeren
  • 200 g weiße Zwiebeln
  • 3 frische grüne Pfefferkörner, hier: nicht
  • 1 EL Olivenöl
  • 6 Stiele Thymian, hier: getrocknet
  • 50 ml Balsamico-Essig
  • 100 ml Ahornsirup
  • Salz, Pfeffer 

Zubereitung

Heidelbeeren waschen und abtropfen lassen, Pfefferkörner abzupfen und andrücken, Zwiebeln schälen und würfeln.
Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln darin glasig andünsten. Heidelbeeren, Pfefferkörner und Thymian zugeben, kurz mitdünsten, dann mit Balsamico und Ahornsirup ablöschen. Auf die Hälfte einkochen lassen (hat hier 40 Minuten oder so gedauert).
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, sofort in Marmeladengläser füllen und kurz auf den Kopf stellen.


(Idee)

Donnerstag, 9. August 2012

Chutney mit Pfirsichen, Aprikosen und gelben Tomaten

Obwohl ich ja fand, dass die letzten Chutneys, die ich gekocht habe, sich geschmacklich doch sehr ähnelten (vielleicht, weil bei allen Tomaten mit drin waren), hab ich vorgestern noch eins gekocht. Dieses gelbe hier nämlich, mit Pfirsich drin und getrockneten Aprikosen und gelben Tomaten. Die Idee ist von hier, einem Blog, das ich sehr mag.
Um die gelben Tomaten zu bekommen, bin ich in etwa durch die halbe Stadt gefahren, wurde aber am Ende bei Karstadt fündig. Was für eine Freude! Das Chutney ist lecker und schmeckt schon etwas anders als die letzten, die ich gekocht habe, auch wenn die Hauptbestandteile auch hier Tomaten, Zucker und Essig sind. Erfreulich ist auch die Farbe, die mal gelb ist anstatt rot - der Aufwand für die Spezialtomaten hat sich also gelohnt. Außerdem mag ich die schwazen Punkte.
  


Zutaten (für 3 kleine Gläschen)
  • 2 Pfirsiche oder Nektarinen
  • 100 g getrocknete Aprikosen
  • 250 g kleine gelbe Tomaten
  • 150 ml Weißweinessig
  • 150 g Zucker
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 rote Chili
  • 1 Schalotte
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Schwarzkümmel

Zubereitung

Aprikosen in kleine Stücke schneiden, Tomaten vierteln. Pfirsiche erst vierteln, dann vorsichtig die Schale entfernen, dann in Stücke schneiden. Zwiebel, Knoblauch und Chili fein hacken. Alle Zutaten außer Schwarzkümmel in einen Topf geben und ca. 25 Minuten einkochen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Dabei ab und zu rühren. Schwarzkümmel einrühren und noch heiß in Schraubgläser füllen.

Samstag, 30. Juni 2012

Rhabarberketchup

Pünktlich zu dem Zeitpunkt, zu dem man bestimmt keinen Rhabarber mehr bekommt, hier auch noch schnell von mir das Rezept für das Rhabarber-Tomaten-Ketchup, das in letzter Zeit überall (sehr euphorisch zum Beispiel hier oder hier) so abgefeiert wurde.
Ich finde es durchaus auch lecker und zu Pommes oder Bratwurst eine gute Idee, kann die Riesenbegeisterung aber nicht so nachempfinden. In meinen Augen schmeckt das nur etwas ketchupiger als ein simples Chutney und ähnelt dementsprechend auch sehr dem Rhabarberchutney, das ich neulich irgendwann gekocht habe - eine der Hauptunterschiede liegt in der Konsistenz; das Ketchup wird püriert. Für den Pommes- oder Wurstliebhaber eine ganz hübsche Idee, wobei es eine mindestens ebenso hübsche wenn nicht noch hübschere Idee wäre, einfach mal normales Tomatenketchup selbst zu machen. Da die Rhabarbersaison sowieso vorbei ist, meine ich diese Beitrag als Anregung, das einmal zu tun.





Zutaten (für 800 ml)
  • 750 g Rhabarber
  • 250 g passierte Tomaten
  • 150 g Zwiebeln
  • 200 ml Rotweinessig
  • 3 Nelken
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Senfkörner
  • 250 g brauner Zucker
  • 1 TL Pfeffer
  • Salz

Zubereitung

Rhabarber schälen und in Stücke schneiden. Zwiebeln schälen und fein würfeln. Zusammen mit Tomaten und Rotweinessig in einen Topf geben und fünf Minuten köcheln lassen. Dann Zucker, Pfeffer und etwas Salz zufügen.

Senfkörner, Lorbeerblätter und Nelken in einen Einweg-Teefilter füllen, zubinden und zum Ketchup geben. Bei mir ist der Beutel zwar aufgerissen und ich habe die Lorbeerblätter am Ende rausgefischt, aber es kann auch funktionieren. Das Ketchup ca. 45 Minuten einkochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Dann die Gewürze entfernen, das Ketchup pürieren und sofort in Gläser oder Flaschen füllen.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Polentapommes mit Pfirsich-Chutney

Hoher Besuch in Köln! Meiner berühmten Freundin Judith zu Ehren musste aus Resten (Feiertag und nichts eingekauft) irgendwas gekocht werden, das wie Pommes aussieht. Nicht, dass ich keine Kartoffeln gehabt hätte, aber man darf es sich im Leben nicht zu einfach machen, wie meine Freundin gerne bestätigen wird. Deswegen haben wir aus Polenta* Pommes hergestellt und aus allen Obst- und Gemüseresten ein Chutney dazu. Geschmacklich absolut überzeugend und selbst für eine Expertin wie Ju, den alten Juxkopf, eine akzeptable Pommesvariation**!




Zutaten (Pommes für 4, Chutney für 2 Gläschen)
    für die Pommes:
  • 250 g Polenta*
  • 1 EL "Scharfmacher"-Gewürzmischung von Sonnentor, oder für die Nicht-Hippies irgendwelche anderen Gewürze wie Paprika oder Cumin
  • etwas frisch geriebener Parmesan
  • Stich Butter
  • Salz, Pfeffer
  • Pflanzenöl

  • für das Chutney:
  • 3 Pfirsiche
  • 3 kleine Zwiebeln
  • ca. 1/2 Dose Tomaten
  • getrocknete oder frische rote Chili, hier 2 getrocknete
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Senfkörner
  • etwas Cumin
  • etwas Thymian, getrocknet
  • ca. 90 g Zucker, hier braun
  • ca. 90 ml Apfelessig
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Zunächste die Pommes vorbereiten. Dafür 1 Liter Wasser zum Kochen bringen, salzen und 250 g Polenta darin nach Packungsanweisung kochen. Einen Stich Butter, frisch geriebenen Parmesan und Gewürze einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Polentamasse ca. 1 cm dick auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen. Mindestens eine Stunde lang abkühlen lassen, bis die Masse vollständig kalt und fest geworden ist.

Das Chutney kochen. Dafür Pfirsiche, Zwiebeln, Chili und Knoblauch fein würfeln. In einem Topf etwas Olivenöl erhitzen und Zwiebel, Knoblauch und Chili darin andünsten. Zucker zugeben und karamellisieren lassen. Mit dem Apfelessig ablöschen und Pfirsiche, Tomaten und Gewürze zugeben. Ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, in Marmeladengläser füllen und sofort kurz auf den Kopf stellen.

Nun die Pommes zubereiten. Dazu die Polentamasse in Sticks schneiden. In einer Pfanne Pflanzenöl erhitzen und die Sticks darin von beiden Seiten anbraten, bis sie knusprig braun werden. Salzen. Servieren zusammen mit dem Chutney.




*Faktenwissen für Interessierte: Polenta ist aus Mais und Mais ist eine einhäusige C4-Pflanze. Kein Zweitwohnsitz, echt nicht. Damit zählt Mais zur Gruppe der bescheidenen Getreide. Wer es nicht glaubt, kann es bei Wikipedia nachlesen.

**Hierbei handelt es sich um den ersten Post der Kategorie "Kartoffelsimulation". Neben dem andauernden Vorhaben, Kartoffeln im Essen zu verstecken, ist es mir ein großes Anliegen, Kartoffeln vorzutäuschen, wo keine sind.



Judiths Beitrag siehe hier.

Montag, 30. April 2012

Rhabarber-Himbeer-Marmelade

Also in meinen Vorsätzen für dieses Frühjahr stand ja "mehr Rhabarber" und "mehr Spargel" und bei beidem war ich bis jetzt schon ziemlich erfolgreich.

Marmelade brauchte ich mal Neue, insbesondere weil diese "Herren-Konfitüre", die ich anlässlich der Anwesenheit meines Frühstücksfreundes gekauft habe, irgendwie ziemlich blöde schmeckt (es sei denn, man mag bittere Marmeladen, aber das gilt nicht für mich - wahrscheinlich, weil ich kein Herr bin!). Die Dose ist allerdings trotzdem cool.
Ach so, und dann auch, weil zumindest ich der Ansicht bin, dass mein letzter Marmeladen-Koch-Versuch - das war die Sorte Tomate-Schokolade-Rosmarin - jetzt auch nicht als so megageglückt gelten kann. (Wobei sich da vielleicht noch was machen lässt, wenn man beim nächsten Mal den Rosmarin weglässt oder nur gaaanz wenig verwendet.)

Also meine Experimentierfreudigkeit was Marmeladenrezepturen betrifft war am Wochenende nicht mehr so ausgeprägt, deswegen habe ich einfach zwei Obste ausgesucht, bei denen man sich sicher sein kann, dass sie zueinander passen: Rhabarber und Himbeeren. Ich bin sehr zufrieden! Vielleicht, wenn man hat, noch einen Schluck Himbeergeist zufügen, denn Schuss in Marmelade ist ja immer gut. ODER, gute Idee von meinem Freund (leider zu spät), vielleicht etwas Sekt!?







Zutaten (für ca. 3-4 Gläser)
  • 300 g Himbeeren (hier TK)
  • 500 g Rhabarber (geputzt gewogen)
  • 400 g Gelierzucker 2:1

Zubereitung

Rhabarber schälen und in ca.1 cm große Stücke schneiden. Zusammen mit Himbeeren (hier unaufgetaut) und Gelierzucker in einen Topf geben. Aufkochen und köcheln, bis der Rhabarber weich geworden ist. Gelierprobe machen und noch heiß in ausgespülte Schraubgläser füllen, kurz auf den Kopf stellen.





(Konfitüre für den Herrn, der sich im Flugzeug gern mal einen doppelten Scotch bestellt)

Montag, 16. April 2012

Rhabarberchutney

Hallo Rhabarbersaison! Dieses Jahr verpass ich dich nicht!

Jetzt, wo ich wieder nach Holland pendeln muss, brauche ich auch wieder gute Sachen zum Mitbringen. Chutneys sind in Holland in der Regel sehr beliebt. Deswegen steige ich in die Mitbring-Saison mit diesem Rhabarberchutney ein.




Zutaten (für 3 bis 4 Gläser)
  • 500 g Rhabarber (geputzt gewogen)
  • 200 g Schalotten
  • 1 Apfel
  • 3 Limetten
  • 200 g Einmachzucker
  • 5 cm Ingwer
  • 2 frische Chilischoten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 100 g getrocknete Aprikosen
  • 1 EL Senfkörner
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Salz

Zubereitung

Rhabarber und Schalotten schälen und würfeln, Apfel würfeln. Alles zusammen mit dem Saft von drei Limetten in einen breiten Topf geben.
Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Chili in feine Ringe schneiden. Aprikosen in Streifen schneiden. Alle Zutaten mit den Gewürzen, dem Zucker und dem Salz zum Rhabarber geben. Etwa 30 Minuten lang ziehen lassen.
Das Chutney aufkochen und bei mittlerer Hitze mit Deckel ca. 10 Minuten kochen, dabei ab und zu umrühren. Dann noch offen 5 bis 10 Minuten kochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Noch heiß in Marmeladengläser füllen, sofort zuschrauben, kurz auf den Kopf stellen.



(Quelle)

Montag, 26. Dezember 2011

Lemon Curd

Sehr lecker ist dieses Lemon Curd. Man kann es gut zusammen mit Frischkäse auf Brot streichen oder man kann Plätzchen oder ganze Hefebrote damit befüllen. Man kann es natürlich auch zu Weihnachten verschenken, aber vermutlich nicht mehr in diesem Jahr.

Ich habe das Curd zusammen mit meinen Freundinnen gekocht. Im Rezept stand, dass die Zutaten für ein Glas ausreichend seien, daher haben wir sie verfünffacht (wir waren zu fünft). So ergaben sich letztlich 15 Gläser Lemon Curd. Das war eventuell ein bisschen zu viel. Wenn man vorhat, die Mengen so drastisch zu erhöhen, sollte man übrigens auch nicht versuchen, die ganze Masse gleichzeitig aufzuschlagen: Es dauert sonst ewig, bis es beginnt anzuziehen, bzw. wird überhaupt nicht fest. Wer Lemon Curd für eine ganze Fußballmanschaft kochen will, beachte also, immer nur Teile der angerührten Masse im Wasserbad aufzuschlagen.




Zutaten (für realistischerweise 3 Gläser)
  • 3 unbehandelte Zitronen
  • 180 g Zucker
  • 120 g Butter
  • 2 Eier

Zubereitung

Zitronenschale abreiben und Zitronen auspressen. Saft und Schale in einem kleinen Topf oder in einer Metallschüssel (wasserbadgeeignet) mit dem Zucker vermischen. Im Wasserbad erhitzen. Nach und nach die Butter (gewürfelt) zugeben und so lange unter Rühren erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist.
In einer Schüssel die Eier kurz aufschlagen. Dann zum Butter-Zitronensaft geben und so lange erhitzen, bis die Masse beginnt, cremig zu werden. Dabei rühren. (Wenn die Butter später im Kühlschrank wieder fest wird, bekommt auch das Curd seine endgültige Konsistenz.) In Schraubgläser füllen, kurz auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

Edit 3.1.12: Wie lange es haltbar ist, weiß ich leider nicht. Ich esse meines jetzt jedenfalls seit gut 2 Wochen und mir geht es noch gut.
Edir 12.1.12: Neues Glas aufgemacht (auch am 17.12. gekocht) und es ist immer noch prima.

(Quelle)

Dienstag, 6. Dezember 2011

Calvados-Apfel-Chutney

Das Chutney ist sehr sehr lecker geworden. Ähnlich lecker wie das Mango-Chutney von neulich und vor allem die Rosinen finde toll. Ich habe etwas andere Gewürze verwendet als im Originalrezept angegeben und etwas weniger Chili. So ist es perfekt.

Zu Beginn hatte ich etwas Probleme dabei, den Zucker zu schmelzen. Ich habe Kandis durch normalen (feinen) braunen Zucker ersetzt, vielleicht war das ein Fehler. Andererseits sollte sich auch feiner brauner Zucker ja in einem Topf schmelzen lassen. Jedenfalls ist der Zucker zu Beginn extrem verklumpt und steinhart geworden. Ich hatte die leise Hoffnung, dass die Klumpen wieder schmelzen, wenn ich den Zucker mit den Zwiebeln drin weiter köcheln lasse und tatsächlich ist das nach einiger (recht langer) Zeit auch passiert. Nächstes Mal bin ich aber vorsichtiger (vielleicht im Zucker zu Anfang nicht so viel herumrühren? Aber wie macht man das: in etwas nicht herumrühren?).



Zutaten (5 bis 6 Gläser)
  • 1 kg Äpfel
  • 500 g brauner Zucker (normaler feiner geht, lt. Originalrezept Kandis)
  • 120 g Rosinen
  • 6-8 Schalotten (hier: 3 mittelgroße rote Zwiebeln)
  • 1 bis 2 frische rote Chilischote (hier: eine)
  • 150 ml Apfelessig
  • 80 ml Calvados
  • 1/2 TL weißer Pfeffer
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1/2 TL Kardamom, gemahlen
  • ca. 20 cm Zimtstange
  • 6-8 ganze Nelken (wer gemahlene Nelken hat, sollte diese verwenden, es geht aber auch so)
  • 1 Zitrone

Zubreitung

Vorbereitung: Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel fein würfeln. Nelken zermörsern. (Wenn man keinen Mörser hat, geht das auch mit einem scharfen Messer. Dann die Hand drüber halten, weil die Nelken sonst durch die Gegend springen.) Chili mit Kernen fein hacken. Zitrone auspressen und Saft bereit stellen.

In einen großen Topf den Zucker geben und schmelzen lassen. Nach und nach die Zwiebeln zugeben. Bei wem der Zucker anfängt zu klumpen, so wie bei mir, köchelt jetzt so lange, bis sich die Klumpen wieder aufgelöst haben. Ansonsten reicht laut Originalrezept, den Zucker "anzuschmelzen". Mir war in der Praxis nicht ganz klar, wie das aussehen soll (fing sofort an zu klumpen).

Äpfel auf den Zucker geben. Mit Calvados ablöschen. Gewürze, Chili, Apfelessig und Zitronensaft zugeben. Bei geringer Hize köcheln, bis die Äpfel zu zerfallen beginnen. Rosinen zugeben, nochmals aufkochen. In heiß ausgespülte Marmaledangläser geben, sofort verschließen, kurz auf den Kopf stellen.


(Quelle)

Donnerstag, 10. November 2011

Mangochutney

Ich schätze besonders solche Lebensmittel, die man gut auf Brot essen kann, und wenn das für irgendwas in besonderem Maße gilt, dann für (Dulce de Lece und für) Mangochutney. Ich breche eine Lanze für Käsebrot mit Mangochutney!
Seit ich die Vielseitigkeit von diesem Lebensmittel verstanden habe, was relativ lange gedauert hat, erscheint mir Chutney viel weniger fragwürdig und viel leckerer, als bisher.

Anmerkung fürs nächste Mal: noch eine halbe frische Chilischote zugeben. Und vor allem die doppelte Menge kochen, dies hier wird ziemlich wenig und das ist doch schade, wo es doch sicherlich relativ gut haltbar ist.




Man sieht auf diesen Bildern, dass ich jetzt eine Zacken-Stoffschere habe. Sehr nützlich, um Marmeladenhütchen zu basteln. Die Schildchen habe ich dieses Mal mit Wasserfarbe gemalt, was etwas Geduld und einen dünnen Pinsel erfordert, aber sehr hübsch aussieht, wie ich finde. Die Bändchen sind geflochten.
Hierbei handelt es sich um einen Beitrag zur Frage "wie viel Bastelenergie kann man in ein einzelnes Marmeladenglas investieren". Wenig präzise Antwort: viel.

Zutaten (für 3 kleine Gläschen)
  • 1 reife Mango
  • 1/2 Apfel
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50 g brauner Zucker
  • 50 ml hellen Balsamico
  • 1 Stück Ingwer (ca. 2 cm)
  • 1 TL Zimt
  • 3 Nelken
  • 2 Loreerblätter
  • 2 TL Paprikapulver
  • 2 TL Currypulver
  • 1 Prise Chilipulver oder besser 1/2 frische Chili (ohne Kerne)
  • 1 Prise Anis
  • 1 Prise Kardamom
  • Salz, Pfeffer
  • 8 EL Wasser
  • etwas Olivenöl

Zubereitung

Mango und geschälten halben Apfel sehr klein würfeln, in eine Schüssel geben. Alle Gewürze abmessen, in eine Schüssel geben. Ingwer fein reiben oder hacken, zu den Gewürzen geben. Zwiebel klein würfeln, Knoblauch schälen.

Anmerkung: Weil ich die Vorstellung lästig fand, die Nelken am Ende wieder aus dem Chutney zu fischen, habe ich aus einem Kaffeefilter und etwas Schnur, mit Hilfe einer Schere und einem Tacker, einen Beutel gebastelt. Drin sind Lorbeerblätter und Nelken. Den Beutel habe ich einfach mit in den Topf gehängt.



In einem Topf etwas Olivenöl erhitzen und Zwiebel darin glasig dünsten. Zucker und Knoblauch geben, rösten. Gewürze zugeben und ebenfalls kurz anrösten. Mit Wasser und Essig ablöschen, dann das Obst dazu. 35 bis 40 Minuten köcheln, dabei ab und zu umrühren.

In heiß ausgewaschene Schraubgläser füllen, kurz auf den Kopf stellen.

Leckerleckerlecker.