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Montag, 24. September 2012

Alte Gewürzregale neu lackiert

Ich habe in meiner Küche zwei alte Gewürzregale aus dunklem Holz, geerbt von meiner Oma, die unbestreitbar praktisch sind - vor allem im Vergleich zu meiner Gewürzaufbewahrung vorher "irgendwo im Schrank". Bloß farblich haben mir die beiden bis vor Kurzem leider so gar nicht gefallen. Seltsamerweise habe ich das erst bemerkt, als ich sie schon aufgehängt hatte - holzfarbenes Holz finde ich eigentlich schön, aber dieses Dunkelbraun sah irgendwie miefig und unfreundlich aus.
Deswegen habe ich mir einen kleinen Becher gelben Lack gekauft und die Regale erst abgeschliffen (dazu zählte auch, sie von einer etwa fünfzig Jahre alten, klebrigen Schmutzschicht zu befreien) und dann lackiert. Für drei Anstriche an den sichtbaren, zwei an den kaum sichtbaren Flächen (zum Beispiel den Regalböden von unten) hat die Farbe genau gereicht. Mit dem Ergebnis bin ich hochzufrieden. In Kombination mit der blauen Wand und der roten Lampe ist meine Küche jetzt angenehm fröhlich-bunt.






































Vorher

Montag, 17. September 2012

Cocktail in herb, süß und zartrosa: The Rose

Spätestens, seit ich diesen schönen Beitrag auf Designsponge gelesen habe, träume ich von einer Wohnung, die groß genug ist, um einen alten Barwagen aufzustellen. Und von einem alten Barwagen. Der gelbgrüne ist so schön oder der goldene ganz oben, oder?

Mein alter Barwagen sähe allerdings etwas weniger, naja, puristisch aus als die in den durchgestylten Designer-Wohnungen - obwohl ich öfter mal eine Schnaps-, Likör- oder Sirupflasche leere, kommen doch immer wieder neue dazu. Was Cocktails angeht, bin ich experimentierfreudig und habe deswegen einen gewissen Grundstock an Alkoholika daheim. Hendricks Gin, in den Designsponge-Hausbars mehrfach vertreten, ist leider eher selten bis nie dabei (hier mal ein grundsätzliches Problem: ich habe zu wenig Geld); Grand Marnier oder Cointreau und Cognac sollten allerdings in der Regel vorrätig sein, damit ein Sidecar jederzeit möglich ist.
Meine Schnapsflaschen stehen leider einfach in einer Ecke der Küchen-Arbeitsplatte. Schade: Viele der Flaschen sind viel zu hübsch, um sie zu verstecken und überhaupt scheint mir Alkohol als Dekorationsgegenstand grundsätzlich unterschätzt. Also, von manchen Leuten, von den Designsponge-Typen wohl eher nicht.























Samstag Abend haben wir zwei neue Cocktails ausprobiert, einen, den ich schon länger testen wollte, einen, der sich als Nachtisch aus dem vorhandenen Material ergab. Weil mir der erstgenannte so ausnehmend gut gefallen hat, verrate ich das Rezept: Er besteht aus trockenem Wermut und Kirschwasser, gesüßt mit einem Schluck Himbeersirup, garniert mit einer zuckrigen Cocktailkirsche und wenn er Ohren hätte, hörte er auf den klangvollen Namen The Rose. Ach, wenn Cocktails Ohren hätten - von mir könnten sie sich so einiges erzählen lassen.
The Rose schmeckt ein bisschen herb, aber nicht zu herb und ein bisschen süß, aber nicht zu süß. Ich finde, dass er ausgezeichnet zu einem herbstlichen Abend in der Küche passt, an dem man bei Kerzenschein kocht, vorliest oder sich was erzählt. So haben wir's gemacht und so machen wir's wieder.























The Rose

Zutaten (1)
  • 6 cl trockenen Wermut, z.B. Martini extra dry
  • 3 cl Kirschwasser
  • 1 TL Himbeersirup
  • 1 Cocktailkirsche

Zubereitung

Wermut, Kirschwasser und Sirup in ein Mixglas geben, mit Eis auffüllen und verrühren. Durch ein Barsieb in ein Cocktailglas abgießen und eine Cocktailkirsche hineingeben.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Küchenwand, blau.

In amerikanischen Blogs werden Do-it-yourself-Projekte, die in etwa so sehr in die (Innen-)Architektur eingreifen wie ein in eine Vitrine gestellter Origami-Schwan, gerne mit dem Zusatz "perfect for renters" kommentiert. Wenn Amerikanerinnen ein neues zu Hause beziehen, reißen sie nämlich normalerweise als erstes mindestens ein oder zwei tragende Wände ein.
Ich bin das Gegenteil eines solchen Menschen. Wenn ich absehen kann, dass ich irgendwo kürzer als, sagen wir, zehn Jahre wohne, sehe ich eigentlich nicht so richtig ein, mir überhaupt erst Möbel zuzulegen. Außerdem lebe ich gern mit Provisorien. Deswegen hatte ich in meinem alten WG-Zimmer einen großen Teil der Zeit nur zwei Matratzen auf dem Boden liegen und an der Wand zwei Bücherregale stehen. Ich habe letztens noch ein paar Fotos davon gefunden (Achtung, Gelbstich):



Aus designtechnischen Gründen war das gar nicht schlecht, allerdings konnte ich meine verschmörkelte, bastelige, dekorierende Seite dort schlecht ausleben.


In meiner Alleine-Wohnung arbeite ich durchaus mit Möbeln. Was ich jedoch sehr verinnerlicht habe, ist, dass man Wände nicht in Farben streicht - nicht nur, weil es immer entweder wie Kinderzimmer oder wie Ikea-Katalog aussieht - dieses Problem bleibt im Folgenden unberücksichtigt! -, sondern auch, weil man beim Auszug bestimmt ewig drüberstreichen muss.
Weiße Wände sind ja auch sehr schön, aber gestern stand ich so in meiner Küche und dachte: hier muss was passieren. Kurzentschlossen habe ich meine Grundsätze über Bord geworfen, unter Beratung meiner Freundin Elli einen Eimer Farbe gekauft, zwei Bier getrunken und direkt losgepinselt. Eben erfolgte ein zweiter Anstrich und jetzt erstrahlt die Küchenwand in leuchtendem Blau. Meerfarben, meine Lieblingsfarben.
Außerdem angebracht, anstelle der alten Wäscheleine: Ketten aus Büroklammern, an kleinen Nägelchen aufgehängt.


Hier Vorher- und Nachher-Bilder.


Küche, vorher

Küche, jetzt:








Ist schön geworden? Sieht auf jeden Fall sehr sommerlich aus, finde ich.

Dienstag, 22. Mai 2012

Gardinen, tauchgefärbt

Seit ich dieses T-Shirt gesehen habe, lebe ich mit dem ständigen Gedanken an tauchgefärbte Textilien. Da ich kein weißes Shirt besitze, habe ich meine Gardinen tauchgefärbt, denn die hingen so rum und fielen mir in ihrem strahlendem Cremeweiß gleich ins Auge, als ich auf der Suche nach was zu Färben meine Wohnung gescannt habe. Der Einfachheit halber hab ich dunkelgrünes Farbpulver genommen, denn das hatte ich gerade da. Außerdem passt dunkelgrün gut zum restlichen Kram in meiner Wohnung, kurzum: es ist eine Farbe, die ich schätze.

Ich habe das Farbpulver mit relativ wenig Wasser angerührt, sodass das Ergebnis sehr intensiv geworden ist. Gut könnte ich mir auch in sehr wässrigem Blau oder grau gefärbte Gardinen vorstellen, bei denen die Farbe viel höher reicht.
Das Ergebnis gefällt mir aber auch sehr, insbesondere, wenn man die Knitteroptik, die sich beim Färben im Eimer automatisch einstellt, nicht rausbügelt. Von vier Gardinen finde ich nur eine nicht ganz perfekt, weil der Streifen etwas zu hoch geworden ist - eher 15 bis 20 als etwa 10 Zentimeter wie geplant. Trotzdem: Alles in allem ein sehr überzeugendes Ergebnis!