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Donnerstag, 26. September 2013

Katzenupdate: Kupi

Die große, schöne Katze, von der ich letztens sprach und die in Groningen auf einmal in unserer Wohnung stand, war übrigens noch mal da. Und noch mal. Und noch mal. Sie heißt Cooper (sprich: Kupi) und kommt jetzt regelmäßig, um sich eine Portion Katzenmahlzeit und eine Runde Schlummeln-auf-dem-Bett abzuholen.


















Wie finden wir das? GUT finden wir das.

Dienstag, 18. Juni 2013

Pasta mit Butter und geräuchertem Schinken

Noch ein Nudelgericht aus dem neuen Buch. Dieses hier aunahmsweise mal nicht mit Tomaten, stattdessen mit Butter, Zwiebeln und rohem Schinken: In viel Butter gebratene Zwiebeln sind einer meiner liebsten Bestandteile in beinahe jedem Essen; Salbei, Zitronenschale und frische Petersilie können es nur noch besser machen. Nur würde ich beim nächsten Mal vielleicht keine Penne, sondern lange Nudeln verwenden, weil ich finde, dass die hier besser passen.





















Pasta mit Butter und rohem Schinken

Zutaten (für 2)
  • Pasta für 2
  • ca. 60 g dünner roher Schinken
  • 60 g Butter
  • eine große weiße Zwiebel
  • 3 frische Salbeiblätter
  • abgeriebene Schale von 1/2 Zitrone
  • 1 Becher Hühnerbrühe
  • 1/2 Bd. Petersilie
  • Prise geriebene Muskatnuss
  • ca. 60 g Parmesan, frisch gerieben
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Schinken in Streifen, Zwiebel in feine Ringe schneiden. Salbei fein, Petersilie grob hacken. Nudeln nach Packungsanweisung kochen. 
Die Butter in einer Pfanne schmelzen und die Zwiebel darin ca. 4 Minuten weich dünsten. Einen Becher Brühe angießen und ca. 1 Minute köcheln lassen.
Nudeln abgießen und in einer Schüssel mit der Zitronenschale, den Schinkenstreifen, Petersilie und Salbei, etwas Muskatnuss und Salz und Pfeffer vermischen, dabei etwas Petersilie zurückbehalten. Die Zwiebelmischung zugeben und alles mit 3 EL Parmesan vermischen.
Servieren mit dem restlichen Parmesan und dem Rest der Petersilie.


(Quelle)

Mittwoch, 29. Mai 2013

Sieht fast nach Sommer aus

Gestern war das Wetter auch in Little Groningen total nett, Grund genug für einen Ausflug am Abend. 





















Aber was ist das? Hier wurde ein schnelles Rhabarberkompott gekocht und in eine Tupperdose gefüllt, im Supermarkt eine Packung Sahneeis und Pappbecher gekauft und alles im Noorderplantsoen-Park übereinander geschichtet und ausgelöffelt. Sommer, das ist diese Jahreszeit, in der Leute ohne Balkon oder Garten sich ziemliche Umstände machen nur für eine Mahlzeit im Grünen.

Für das Rhabarberkompott (vier großzügige Portionen) eine Packung Erdbeeren (500 g) putzen. Drei Stangen Rhabarber schälen und in Stücke schneiden. Alles zusammen in einem Topf mit etwas Zucker und dem Mark einer Vanilleschote ein paar Minuten kochen, bis das Obst weich ist und zu zerfallen beginnt. Nach Belieben weiteren Zucker ergänzen und mit einer Prise Zimt abschmecken.

Dienstag, 28. Mai 2013

Rigatoni mit Salami, Mozzarella und Rucola

Hallo zurück aus einer anstrengenden und schönen Woche Venedig mit zu viel Wein, zu wenig Schlaf und den albernsten Jungs der Welt. Ich bin total durchgeunsinnt! Zurück in Groningen bessert sich das kaum, denn auch Groningen ist sozusagen eine Hochburg des Blödsinns. Und eine Hochburg des Bekochtwerdens:





















Das hier war sehr lecker. Macht man so:

Rigatoni mit Salami, Mozzarella und Rucola 

Zutaten (für 2)
  • Rigatoni für 2
  • 2 Dosen mit ganzen Tomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • Olivenöl
  • 60 g italienische Salami am Stück
  • 125 g Mozzarella
  • etwas Weißwein 
  • 1/2 Bd. Rucola
  • Parmesan, frisch gerieben
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Tomaten abgießen und würfeln. Salami und Mozzarella ebenfalls würfeln. Rucola waschen und ggf. Stiele entfernen. Nudeln nach Packungsanweisung kochen. Eine großzügige Menge Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Tomaten darin ca. 5 Minuten kochen, bis sie weich werden und Flüssigkeit abgeben. Dann einen Schuss Wein zufügen und verkochen lassen. Salamiwürfel zu den Tomaten geben und salzen und pfeffern. Von der Flamme nehmen. Nudeln abgießen und mit Tomaten, Rucola, Mozzarella, noch etwas Olivenöl und frisch geriebenem Parmesan vermischen.


(Quelle: Erica de Mane - Pasta)

Donnerstag, 28. März 2013

Kräuterfreunde mit Räucherforelle

Das hier ist absolut Resteküche: Das Gemüse war vom Vortag über, die Kräuter schon leicht welk, die restlichen Zutaten sowieso im Kühlschrank (OK, die Forelle nicht). Zusammen mit einem Dip aus Creme Fraîche und geräucherter Forelle waren die kleinen Kräuter-Gemüse-Pfannkuchen aber extrem lecker, würde ich noch mal ganz genauso machen. Weil sie uns so sympathisch waren, haben wir sie unsere Kräuterfreunde genannt.




















Ich habe keine genauen Mengenangaben, das Gemüse war einfach irgendein Rest und Pfannkuchenteig mach ich immer nach Gefühl - wer mag, kann sich an ein beliebiges Pfannkuchenrezept halten.


Kräuterfreunde mit Räucherforelle

Zutaten (für 2)
  • Rest gemischtes Frühlingsgemüse, vorgekocht und in Stücke geschnitten (hier: Erbsen, Bohnen, Zuckerschoten)
  • frische Kräuter, hier: Minze, Petersilie, Basilikum
  • 2 Eier
  • Mehl
  • etwas Milch
  • 2 Forellenfilets, geräuchert
  • 200 g Creme Fraîche
  • 2 confierte Knoblauchzehen
  • etwas Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer
  • Öl

Zubereitung

Aus Eiern, Mehl, Milch und einer Prise Salz einen Pfannkuchenteig rühren. Gemüse unterrühren, kurz stehen lassen. Derweil Kräuter fein hacken und ebenfalls in den Teig rühren. Knoblauchzehen in die Creme Fraîche drücken und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und nach und nach kleine Gemüse-Pfannküchlein darin von beiden Seiten ausbacken. Zusamen mit der Creme Fraîche und der Forelle anrichten.

Dienstag, 26. März 2013

Berühmte Obstsalate (50)





















Ananas, Mango, Birne, Granatapfel, Joghurt, Honig.

Freitag, 22. März 2013

Confierter Knoblauch

Ich will nicht behaupten, dass man confierte Knoblauchzehen superdringend braucht. Was braucht man schon superdringend (wenig). Aber insbesondere für rohen Knoblauch (zum Beispiel in Dips und Salatsoßen oder natürlich Aioli) sind die confierten Zehen ein prima Ersatz: Sie schmecken milder als roher Knoblauch und außerdem ein bisschen süßlich. Sehr lecker.





















Ich hab den confierten Knoblauch bisher in einer Knoblauch-Zitronen-Creme-Fraîche zu Blinis und in einer Mayo-Joghurt-Soße zu Artschocken verwendet und beides war sehr gut. Der Freund hat eine Zucchini-Nudelsoße damit verfeinert und war auch ganz begeistert.


Confierter Knoblauch

Zutaten
  • Knoblauch
  • neutrales Öl

Zubereitung

Knoblauchzehen schälen, holzige Enden abschneiden. In einen kleinen Topf geben und mit Öl bedecken. Bei minimaler Temperatur (max. 80 Grad) für ca. 45 Minuten garen, bis die Zehen weich sind und beginnen zu bräunen. In ein Schraubglas geben, mit Knoblauchöl aus dem Topf auffüllen, zuschrauben, abkühlen lassen. Im Kühlschrank aufbewahren.


(Idee)

Montag, 18. März 2013

Berühmte Obstsalate (49)





















Obstsalat fürs Büro: Honigmelone, Kiwi, Birne, Granatapfelkerne.

Samstag, 16. März 2013

Gebratener Fisch mit Speck-Gemüse

Dienstag auf dem Fischmarkt haben wir ein Sück Viktoria- bzw. Nilbarsch gekauft. Ich habe erst danach bei Rezept-Recherchen im Internet gelesen, dass manche Leute* finden, dass man diesen Fisch eigentlich nicht kaufen sollte, zum Beispiel weil er so ein unsymapthisches Arschloch ist. Seit den Sechzigern hat er im Victoriasee alle anderen Fischarten aufgefressen, die gibt es jetzt nicht mehr. Außerdem hat er die Bevölkerung um den Victoriasee herum in Armut gestürzt, weil er so lecker ist. Zur Strafe soll der Fisch jetzt boykottiert werden, damit er seine dunklen Machenschaften nicht fortsetzen kann und damit er sieht, was er davon hat.





















Gebratener Fisch mit Speck-Gemüse

Zutaten (für 2)
  • 300 bis 400 g weißer Fisch, hier Viktoriabarsch, dünner wäre besser (sowas wie Scholle)
  • 1 Ei
  • etwas Mehl
  • 100 g Zuckerschoten, geputzt und schräg halbiert
  • 150 g grüne Bohnen, geputzt und halbiert
  • 150 g Erbsen (tiefgekühlt, halbiert - haha, nurn Gag)
  • 75 g Speckwürfel
  • Zitronensaft
  • etwas Butter
  • etwas neutrales Öl
  • Petersilie, frisch
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Gemüse wie in den Zutaten angegeben vorbereiten. Petersilie fein hacken. Ei auf einem Teller verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen. Bohnen vorkochen, bis sie gar, aber noch bissfest sind.
In einer Pfanne etwas Butter schmelzen, Speckwürfel darin anbraten. Dann Zuckerschoten zugeben und ein paar Minuten mitbraten. Erbsen und Bohnen zugeben, zwei Minuten unter Rühren braten. Salzen, pfeffern.
Derweil den Fisch zuerst in Mehl, dann in Ei wenden. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und Fisch darin von beiden Seiten braten. Mit Zitronensaft beträufeln. Auf Tellern mit Speck-Gemüse anrichten und mit gehackter Petersilie bestreuen.



* Wie immer ist alles gar nicht so einfach.

Donnerstag, 14. März 2013

Glatt-rechts-Socken

Es ist wieder Sockenzeit! Ich mag an Stricksocken zum Beispiel relativ schmale Bündchen mit zwei-rechts zwei-links-Muster. (Zwei rechts eins links ist auch gut!) Und ich mag relativ lange Socken - exakt so wie die Noro-Ringelsocken von neulich. Fast genau nach diesen Kriterien hab ich aus schöner Lana-Grossa-Wolle ein weiteres Paar gestrickt. Dieses hier:





















Bei einem ersten Versuch wollte ich aus orangenen Resten ein Muster einstricken, um wieder eine neue Technik zu lernen. Jacquard quasi (heißt doch so?). Kleine Punkte, unten zu sehen kurz vorm Aufribbeln. Leider habe ich (deutlich nach der Ferse - seufz) festgestellt, dass die Stelle mit den Punkten nicht über meine Ferse passt, weil sie nicht sehr dehnbar ist. (Ich: "Fuck!" Und mein Freund, mit leuchtenden Augen: "Du musst aufribbeln! Du musst aufribbeln!" - Ja, das ist das Schönste!) Beim nächsten Versuch des zweifarbigen Strickens sollte ich also vorher ausreichend Maschen zunehmen.






















In diesem Fall war ich nicht mehr motiviert für Experimente mit verschiedenen Farben und hab einfach glatt rechts gestrickt. Bisschen fad vielleicht, aber auch schön.





















Knifflig bei solchen Farbverlaufsgarnen ist es auch, den Bruch auf der Oberseite des Fußes bei der Ferse zu vermeiden. Ich hab aus diesem Grund beim zweiten Versuch die Fersenwand und das Käppchen mit einem anderen Faden gestrickt (dem anderen Ende des Wollknäuels). Das ist auch nicht ideal, aber in diesem Fall liegt der Bruch im Farbverlauf wenigstens nicht auf der Ober-, sondern auf der Unterseite des Fußes. Das halte ich zumindest für eine Verbesserung. Man muss hier einfach ein bisschen fummeln.

Maschenanschlag: 60
Größe: 39/40
Wolle: Lana Grossa Meilenweit Home
Farbe: lilablaugrau (6109)
Nadel: Bambus 3,0 mm
Besitzer: kriegt die Freundin am Montag nachträglich zum Geburtstag!
Ravelry

Dienstag, 12. März 2013

Grüne Alles-drauf-Nudeln

Gerade fällt es mir schwer, Rezepte rauszusuchen und nachzukochen. Irgendetwas stimmt damit nie, entweder sind Sachen drin, die einer nicht mag, oder sie sind mir zu winterlich, oder es sind Sachen drin, die in Groningen schwer zu kriegen sind, oder sie sind mir zu aufwendig, denn ein bisschen faul bin ich im Moment auch. Rezepte angucken macht mir genaugenommen sogar ziemlich schlechte Laune im Moment. Weil man trotzdem was essen muss, gehe ich - wenn es nicht einfach Nudeln mit Tomatensoße gibt - auf den Markt und in den Supermarkt und kaufe einfach das, was gut aussieht, ohne zu sehr darüber nachzudenken, ob alles zusammenpasst. Nudeln mag hier jeder, zum Beispiel mit Parmesan drauf, mit gehackten Kräutern drauf, mit Pinienkernen drauf und mit Guacamole drauf. Aber wieso nicht alles kombinieren? Dazu ein bisschen Gemüse - fertig.



Grüne Alles-drauf-Nudeln

Zutaten (für 2)
  • Tagliatelle für 2
  • 1 Zucchini
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 kleine Avocado
  • etwas Limetten- oder Zitronensaft
  • ein paar Pinienkerne
  • Parmesan, frisch gerieben
  • frische Kräuter (hier viel Basilikum und etwas Minze)
  • Chili, gemahlen
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Zucchini in sehr dünne Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Knoblauch fein und Kräuter grob hacken. Nudeln nach Packungsanweisung kochen. Derweil Avocado in eine kleine Schüssel löffeln, zermanschen und mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Hälfte der frischen Kräuter untermischen. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und Zucchini darin kurz anbraten, dann Knoblauch und Frühlingszwiebel zugeben. Kurz mitbraten. Salzen, pfeffern und ggf. mit etwas Chili würzen. Nudeln abgießen und mit der Avocadopaste vermischen. Mit Zucchini auf Tellern anrichten, dann mit Parmesan, Pinienkernen und den restlichen Kräutern bestreuen.

Samstag, 2. März 2013

Von einem ins andre zu Hause

Eigentlich dachte ich ja, dass ich gestern ein tolles Hallo-Frühlings-Essen mit Erbsen, grünem Spargel, Zuckerschoten, jungen Möhren oder anderen Gemüsen, die Leute zu dieser Jahreszeit gern essen, kochen und auch aufschreiben würde, wegen erster März und so. Aber irgendwie kam es dazu nicht mehr. Am Donnerstag hatte ich schlechte Esslaune (wer das nicht kennt, ist ein Glückspilz). Am Freitag war ich zum Essen allein zu Haus. Beides semioptimale Voraussetzungen für geblümte Frühlingsgerichte. Ist aber nicht schlimm, das können auch andere für mich übernehmen und ich kann das auch noch nachholen, mmmhhhh... Jetzt sitz ich jedenfalls erst mal ein bisschen im Zug herum und wechsle in eins von den andern zu Hauses. In das mit den vielen Katzen nämlich. Yey.








































Tschüss, Groningen und tschüss, süßer Groningen-Bahnhof.






















Tschüss, Mann am Straßenrand.





















Reisetag ist Stricktag. Offiziell jedenfalls. Inoffiziell war gestern auch schon Stricktag. Und Lesetag auch. (Das Buch lässt sich ziemlich gut an, was mich nicht im Mindesten überrascht. Die Wolle müsste mal neu gewickelt werden, dann säh sie schöner aus.) Und auch Musikhörtag.



















Und wenn ich in ein paar Stunden aussteige aus dem Zug, dann heißt es wieder: Hallo Katzen-im-Karton-Stadt.

Mittwoch, 27. Februar 2013

Post von A. Maschine (3)

Lieber Herr W.,

wie ich höre, stehen Sie seit einigen Wochen vor einer schwierigen Entscheidung Ihre berufliche Zukunft betreffend. Teils machen mich diese Neuigkeiten ein wenig betrübt, da viele ihrer Sorgen ihren existentiellen Charakter verloren hätten, hätten Sie das von mir angebotene Stipendium akzeptiert. Andererseits erfüllt mich Ihr jugendlicher Ehrgeiz, Ihre Ziele auch ohne meine finanzielle Unterstützung zu erreichen, mit Freude und Stolz. Zudem sehe ich mich, wie ich in aller Bescheidenheit bemerken möchte, durch die zahlreichen herausragenden beruflichen Möglichkeiten, die sich Ihnen in den letzten Monaten aufgetan haben, in meiner Einschätzung Ihrer Person bestätigt, die ich bereits in der ersten Stunde Ihrer journalistischen und wissenschaftlichen Laufbahn formuliert habe und die ich zu Beginn dieses Briefes ausdrücklich wiederholen möchte: Die Welt steht Ihnen offen, Herr W., weil Sie ein wunderbarer Mensch sind, dessen Talente sich unmöglich im Einzelnen aufzählen lassen.

Herr W., ich schreibe Ihnen heute in der Hoffnung, Ihnen auf Basis meiner Lebens- und Berufserfahrung auch in mir durchweg unangenehmen Bereichen (Sie erinnern sich an die Maschinenfabrik meines Vaters, deren Leitung ich wohl oder übel für einige Zeit übernehmen musste) einige Ratschläge geben zu können, die Ihnen Ihre Entscheidung möglicherweise erleichtern. Fühlen Sie sich bitte nicht bevormundet, sondern sehen Sie meine Nachricht als unbedeutende Hilfestellung Ihres väterlichen Freundes, der es Ihnen keineswegs übel nähme, sollten Ihre jugendlichen Ambitionen Ihnen einen anderen Weg aufzeigen als denjenigen, den ich Ihnen im Folgenden anraten möchte.

Zunächst möchte ich Ihnen denjenigen Hinweis geben, der mir besonders am Herzen liegt und den Sie mit Sicherheit weder zum ersten noch zum letzten Mal erhalten: Versuchen Sie nicht, herauszufinden, was Sie wirklich wollen. Diese Strategie garantiert Ihnen keineswegs die richtige Entscheidung, sondern vielmehr ein gedankliches Wirrwarr, welches auch die präziseste philosophische Analyse eines messerscharf arbeitenden Verstandes wie dem Ihren nicht zu durchdringen vermag.
Folgen Sie stattdessen dem erstbesten Impuls, der Ihnen zu irgendeinem Zeitpunkt als bedeutsam erscheint, ungeachtet all der anderen (Schein-)Argumente, die sich Ihnen im Moment des unüberlegten Nachdenkens (zu dem Sie bedauerlicherweise gelegentlich zu neigen scheinen) aufdrängen. Mir persönlich fällt dieses Verfahren leichter, wenn ich zuvor in geselliger Runde eine gewisse Menge alkoholischer Getränke zu mir genommen habe, aber in diesem Punkt möchte ich Ihnen natürlich keine Vorschriften machen. Erscheint Ihnen mein Vorschlag undurchführbar, da Ihr analytischer Verstand sich nicht überlisten lässt, lassen Sie das Los entscheiden. Mein Rat lautet kurzum (Sie mögen mir die Waghalsigkeit der Empfehlung verzeihen): Seien Sie gedankenlos!

Da ich Ihr Fortkommen nun schon seit einigen Jahren beobachte und selbstverständlich entsprechende Schlüsse über Ihr Wesen gezogen habe, weiß ich, dass Sie diesen Rat womöglich missachten werden. Ich nehme Ihnen das nicht übel. Lassen Sie sich deswegen, wenn Sie auf Argumenten bestehen, darum bitten, in Ihre Überlegungen Ihre Freizeit mit einzubeziehen. Entscheiden Sie sich für die Stadt, in der Sie leben möchten, für die Menschen, die Sie kennenlernen möchten und für die Gedanken, die Sie denken wollen, wenn Sie Ihren Arbeitsplatz verlassen. An welchem Ort sehen Sie eher die Chance, in einem Umfeld zu leben, das zu Ihnen passt? Mir ist vollkommen klar, dass es für außergewöhnliche Menschen wie Sie, die sich sicherlich nie vollkommen in eine soziale Welt werden einfügen können, schwierig ist, diese Frage zu beantworten. Ich vermute aber, dass Sie sich selbst in dieser Hinsicht zu pessimistisch betrachten (in diesem Punkt unterscheiden Sie sich übrigens wenig von anderen jungen Menschen). Auch Sie, Herr W., können und werden einen Ort finden, der sich – zugegebenermaßen nicht ohne Pathos! – als Zuhause bezeichnen lässt, wenn Sie es nur annehmen (keine Sorge: Sie müssen es nicht einmal wollen).

Denken Sie weniger an die entfernte Zukunft, denken Sie an die nächsten Jahre. Und entscheiden Sie sich nicht für einen Beruf: Wer vor der Wahl steht, entweder Philosoph oder Journalist zu sein, tut besser daran, andere Kriterien zu entwickeln, anstatt seine Zukunft an solch zweifelhafte Konzepte zu knüpfen. Zu guter Letzt möchte ich Sie darum bitten, sich einfach weniger Sorgen zu machen. Ihre finanzielle Situation wird Ihnen, in diesem Punkt habe ich überhaupt keine Zweifel, immer so viele Chicken McNuggets, Chips und Zigaretten ermöglichen, wie erforderlich sind, um Sie – ich sage es salopp – über Wasser zu halten.

Sollte sich herausstellen, dass keine der sich Ihnen im Moment bietenden Optionen für Sie die geeignete ist, so kann ich Ihnen jederzeit eine Beschäftigung als Bademeister in meinem pataphysischen Schwimmbad anbieten, das ich, wie sie vielleicht freuen wird zu hören, zu Beginn dieses Jahres tatsächlich eröffnen konnte. In Ihren Aufgabenbereich fiele dort insbesondere die Wartung der Beschleunigungsapparatur der Anti-Raumzeit-Wasserrutsche, die Ihnen sicherlich Vergnügen bereiten wird. (Ein Jahresticket zum Besuch des Schwimmbads liegt diesem Schreiben bei.)
Darüber hinaus weiß ich von Frau K. (die Sie übrigens mit Fug und Recht als die zwischen uns vermittelnde Instanz und so die ihrigen zugleich als die meinen Ratschläge betrachten dürfen), dass sie Sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten in allen Belangen unterstützen wird, obwohl sie sich, wie sie mir gestanden hat, durchaus darüber freuen würde, wenn Sie ihr als fachlicher Kollege erhalten blieben.

Es grüßt aus vollem Herzen
verbindlichst
Ihr A. Maschine

Tagliatelle mit Kokos-Spinat

Diese riesigen Tüten mit geputztem Spinat muss ich immer kaufen, wenn ich sie im holländischen Supermarkt herumstehen sehe. Oder naja, nicht immer, aber ziemlich oft. Zum Beispiel auch deswegen, weil es so viel Spaß macht, dreihundert Gramm (=einen Riesenberg) rohen Spinat in eine Pfanne zu stopfen und zuzuschauen, wie der riesige Haufen immer kleiner und kleiner wird, bis er irgendwann die "Abendessen-für-zwei"-Größe angenommen hat. Spaß, Spaß, Spaß!

Montag hab ich ein sehr schnelles, irgendwie indisches Abendessen mit so einem Gemüsesack gekocht. Currypaste anbraten, Spinat drauf, Kokosmilch drauf, Nudeln dazu, fertig. Naja, so in etwa. Unten noch mal in (etwas) ausführlicher. Das Rezept ist natürlich beliebig erweiterbar durch gebratene Hühnerbrust, Garnelen, Panir oder was man sonst so in seiner Kokosspinatsoße mag. Cherrytomaten finde ich zum Beispiel wichtig als Farbklecks; Rosinen kann ich mir auch gut vorstellen.
Ach, indisches Essen. Wer keine Lust auf Selberkochen hat und stattdessen mal in Groningen Indisch essen gehen will: Hier ist es lecker (das "Marco Polo"-Curry ist große Liebe).





















Tagliatelle mit Kokos-Spinat

Zutaten (für 2)
  • Tagliatelle für 2
  • 300 g Spinat, frisch
  • 1/2 Dose Kokosmilch
  • 1-2 geh. EL Currypaste (auf die Schnelle nicht gefunden, daher hier irgendeine andere asiatische Würzpaste plus Currypulver)
  • Msp. Zimt
  • Stückchen Ingwer, frisch
  • Knoblauchzehe
  • Erdnuss- oder Rapsöl
  • Salz, Pfeffer
  • 6 Cherrytomaten

Zubereitung

Nudeln in Salzwasser kochen. Spinat ggf. waschen. Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen, Currypaste, Ingwer, Knoblauch und etwas Zimt darin anbraten. Spinat zugeben, zerfallen lassen. Kokosmilch dazugießen, kurz einkochen lassen. Tomaten halbieren und unter die Soße rühren.






















Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zusammen mit den Nudeln servieren.

Montag, 25. Februar 2013

Pasta mit Broccoli und Bratwurst

Montag, Groningen, ziemlich kalt. Heute vormittag zwei Stunden verzweifelt USB-Stick mit Dissertation drauf gesucht und Wohnung auf den Kopf gestellt. Bekannte des Diebstahls verdächtigt (evt. am Freitag im Suff bei der Seitenzahl oder der Genialität der Arbeit gelogen und so jemanden auf eine üble Idee gebracht?). Freund im Geist beschuldigt. Katze verdächtigt. Stick wiedergefunden. Merke Faustregel betr. "Sachen wiederfinden": Erst drei Mal am wahrscheinlichen Ort, frühestens dann an den unwahrscheinlichen Orten suchen - da sind die Sachen meistens nicht. (Nicht hinter der Heizung, nicht im Badezimmer, nicht in der Gemüseschublade vom Kühlschrank sondern doch genau da, wo man schon fünf Mal geguckt hat.) Stick ins Notebook gesteckt, Dissertation gesichert. Zur Beruhigung Eis gegessen, Kaffee getrunken und fünfzig Runden Solitär gespielt. USB-Stick entfernt. Arbeitstag beendet.

Essen letzte Woche von Patti gekocht, lecker. Broccoli und Nudeln sind immer super, auch zum Beispiel mit Sardellen-Bröseln und Chili und besonders gerne auch mit Vollkornnudeln. Broccoli und Bratwurst: Kombination für Liebhaber. Und hatte ich eigentlich mal was zu De-Cecco-Nudeln gesagt? Wenn es keine selbstgemachten gibt, gibt es immer die. Sind ein bisschen teuer, aber so so so viel besser als andere Sorten.





















Pasta mit Broccoli und Bratwurst

Zutaten (für 2)
  • kurze Pasta
  • 1 kl. Broccoli
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • 1-2 italienische Bratwüstchen (Salsiccia, ca. 125 g), in Stücke geschnitten
  • Parmesan, frisch gerieben
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl

Zubereitung

Wasser mit etwas Salz in großem Topf zum Kochen bringen. Broccoli waschen und zerteilen (auch den Stiel, versteht sich) und in dem Wasser 5 bis 10 Minuten gar kochen. Dann mit einer Schaumkelle herausnehmen, das Wasser auf dem Herd stehen lassen.
Derweil in einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen. Wurststücke und gehackten Knoblauch darin 5 Minuten braten, vom Herd nehmen. Wurst aus der Pfanne nehmen, beiseite stellen.
In dem Kochwasser des Broccolis die Nudeln gar kochen. Broccoli währenddessen aus dem Topf in die Pfanne geben und erneut kochen, dabei rühren und mit einem Kartoffelstampfer etwas zerstampfen.
Wenn die Nudeln gar sind, die Nudeln, etwas von dem Kochwasser und die Wurst zum Broccoli geben. Die Konsistenz ggf. mit mehr Kochwasser und/oder Olivenöl anpassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit viel Parmesan servieren.

Samstag, 23. Februar 2013

Maki mit Ingwerhuhn, Mango und Mohn - und Katze.

Gestern war nicht Sonntag, aber ich musste die Fastenzeit trotzdem erneut unterbrechen. Ich hatte den ganzen Nachmittag verschiedene Sorten Sushi vorbereitet und, mal ehrlich - zu einem zünftigen Sushi-Abend gehört doch auch Bier, sonst fehlt was. Ist klar.

Es gab ganz klassisches Sushi mit Thunfisch, Avocado und Gurke, aber auch zwei eher exotische Sorten: Solches mit Ingwer-Hähnchen, Koriander, Mango, Salat, Mayo und Mohn und sogenanntes Tapas-Sushi mit Omelette, Artischocken, Oliven und gegrillter Paprika. Die Hähnchenvariante gefiel mir gut, die mit Paprika sah wahnsinnig hübsch aus, war geschmacklich aber etwas fad. Daran müsste man noch arbeiten.

Thunfisch Avocado Maki




Oben: Tapas-Maki mit gegrillter Paprika, unten: Maki mit Ingwer-Huhn, Mango und Mohn



















Das Thunfisch-Sushi habe ich zum Teil in zerstoßenen Wasabi-Erdnüssen gerollt. Lecker! Aus Sushi-Resten hab ich noch ein paar Reisbällchen geformt (mit Thunfisch und Algen-Stückchen, in Wasabi-Nüssen gewälzt), die auch gut ankamen. Außerdem gab es Tempura aus Zucchini und Aubergine. Das war gut, den Teig kann ich aber noch perfektionieren.

Wie immer, wenn es Sushi und Tempura gibt, wurden die letzten Makis am Ende auch frittiert. Was sein muss, muss sein. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt des Abends stand auf einmal eine Katze in der Wohnung - da hatte wohl jemand die Wohnungs- und Hoftür offen gelassen. Mitten im Zimmer stand die und hat geguckt. Wer mich ein bisschen kennt, weiß, wie ich zu sowas stehe: G-U-T finde ich sowas. Katzen, die vorbeikommen, rennen bei mir immer offene Türen ein.
Eine wunderschöne Katze war das, ziemlich groß und unten weiß und oben rot getigert. Die Katze hat sofort all unsre Liebe und den Rest vom Thunfisch und die Leberpastete und ein bisschen Wasser bekommen und wurde gestreichelt und kurz hochgehoben und hat sich ein bisschen aufs Bett gelegt (und mein Herz so BUMMBUMMBUMMBUMM). Irgendwann ist sie wieder gegangen. Heute Morgen hab ich als erstes geschaut, ob sie vielleicht vor der Tür wartet, aber leider war sie nicht da. Macht nichts, ich hab Geduld. Bis hoffentlich bald, große supertolle Katze.























Maki mit Ingwerhuhn, Mango und Mohn

Zutaten (für 12 Maki)
  • 2 Nori-Algen-Blätter
  • Sushi-Reis, gekocht und gewürzt
  • 1/2 kleine Mango
  • 1 Hühnerbrustfilet
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 1 gr. Blatt Eisbergsalat
  • 1 TL Mayo
  • etwas Limettensaft
  • 5 EL Mohnsamen
  • etwas Koriandergrün
  • Sojasoße
  • 1 EL Sonnenblumenöl

Zubereitung

Das Hühnchen in schmale Streifen schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken, mit dem Huhn vermischen. In einer Pfanne das Öl erhitzen und das Huhn darin von allen Seiten anbraten. Mit Sojasoße ablöschen und Koriandergrün zugeben. Vermischen, kurz garen, aus der Pfanne nehmen, abkühlen lassen.

Mayo mit eteas Limettensaft verrühren. Mango schälen und in dünne Streifen schneiden. Salat in dünne Streifen schneiden.

Das Nori-Blatt um 1/3 kürzen. Mit der glatten Seite nach unten auf ein Brett legen. Mit Reis bedecken, dabei oben und unten 1 cm breiten Streifen frei lassen. Andrücken. Sushi-Matte (mit Folie umwickelt) auf den Reis legen und alles umdrehen. Etwa in die Mitte des Algenblattes einen Streifen Limetten-Mayo streichen. die Hälfte der Mangospalten, der Hühner- und der Salatstreifen auf die Mayo legen. Mit Hilfe der Matte einrollen. Rolle in Mohn wenden, in 6 Stücke schneiden. Alles mit dem zweiten Algenblatt wiederholen.


(Idee)

Donnerstag, 21. Februar 2013

Orange Shell Socks

oder "Child's first socks in shell pattern" aus diesem Buch (tolles Buch!). Das Muster ist superschön, auch, wenn ich es ein bisschen traurig finde, wenn Kinder mit Schuhgröße 36 tatsächlich zum ersten Mal Socken bekommen sollten.
Also schon wieder ist ein Paar Socken (fast) fertig, ich weiß auch nicht - das macht mir ein bisschen Angst (hallo Dissertation! *wink*), aber ein bisschen bin ich auch stolz, dass mein erster Versuch, ein nicht auf den allerersten Blick selbsterklärendes Muster nachzustricken, gleich so erfolgreich war. Es gab nämlich nur ganz kleine Schwierigkeiten, sodass ich mich genau nicht gelangweilt habe. Gegen Ende des ersten Strumpfs konnte ich das Muster sogar auswendig stricken, es ist also unbedingt auch zugfahr-kompatibel. Gut? Gut.





















Und auch, wenn meine Solidarität mit meinem fünfzehnjährigen Ich und seiner respektablen Zeitphilosophie* mir im Prinzip verbietet, das zuzugeben, so ist es gelegentlich schon ganz cool, neue Sachen zu lernen, wie diese Stricksache mir seit letztem Sommer in Wien (danke, Johanna. ♥) eindrucksvoll beweist. (Von generellen Vorträgen über neue Herausforderungen und so sollte man natürlich trotzdem absehen. Immer. Nicht nur, wenns bloß um Socken geht.) 





















Die Größe ist wie gesagt klein, irgendwas so um 35/36 herum. Die Anleitung direkt beim ersten Versuch abzuändern war mir dann doch etwas zu viel des Guten, ich habe aber eine Vorstellung davon, wie das bei einem nächsten Paar funktionieren könnte.
Ich kenne nicht viele Leute mit so kleinen Füßen, aber eine gibt's, die ich im Auge habe. Ihr Geburtstag ist zwar noch ein paar Monate hin, aber das trifft sich ganz gut, denn dann kann ich die Söckchen noch eine Weile bewundern und manchmal streicheln. (Hoffentlich hat sie wirklich so kleine Füße.)

Noch mehr Socken-Talk: Wenn man ein Maschenmuster wie zum Beispiel diese Schuppen hier strickt, verzieht sich der Socken naturgemäß gern ein bisschen und sieht erst am Fuß ordentlich und schön aus. Das ist schlecht für Leute, die Fotos machen wollen und Socken in einer anderen als ihrer eigenen Größe stricken (es sei denn, sie haben ein Modell). Nancy Bush schreibt daher: "Block on sock blockers or under a damp towel." Man kann Plastikfüße kaufen oder Bretter in Fußform ("sock blockers"), auf die man die Socken zum Fotografieren aufzieht, aber diese Bretter sind teuer und Plastikgliedmaßen sind eklig, sowas will doch keiner haben.
Ich hab deswegen einen Fuß (Größe 36! ;)) aus einem Stück Pappe ausgeschnitten, mit Klebeband umwickelt, den Socken aufgezogen, mit etwas (wenig!) Wasser besprenkelt, auf der Heizung trocknen lassen und dann den Pappfuß wieder rausgenommen. Anschließend war der Socken schön glatt und das Muster kommt jetzt viel besser zur Geltung, was ja auch zum Verschenken nett ist. Ich find's viel besser so und auch die Damen aus dem Handarbeitsforum geben mir ein Go dafür.





















Die Wolle mag ich auch. Sie fühlt sich gut an und die Farbe ist schön und sie war supergünstig (200 Gramm 6,99 inklusive Nadelspiel Metall 2,5 mm). Leider gab es nicht besonders viele Farben zur Auswahl, und in den meisten Fällen war selbstmusternde dabei (brauch ich nicht). Übrig aus dem Päckchen sind 100 Gramm in sowas wie petrol, für die ich schon sowas habe wie eine Idee. :)

Wolle: Sockenwolle von Aldi, knallorange (946)
Nadel: Bambus 3,0
Muster: Child's first sock (Nancy Bush)


*Im Zweifel für Ziellosigkeit.

Dienstag, 19. Februar 2013

Chili-Lachsfilet mit Mango-Gurkensalat

Also, das mit dem Bierverzicht hat an Tag 6 nicht mehr einwandfrei geklappt. Das hängt mit dem Abendessen bei jemandem zusammen, der am Sonntag zu einem heimatinspirierten Drei-Gang-Menü eingeladen hatte: Omelette mit Schinken, Weißwürste mit süßem Senf, Leberkäs (unter Protest des Gastgebers ohne Spiegelei) und zwischendurch immer ein bisschen Schinken als...Zwischengang.
Es mag Leute geben, die das alles auch ohne eine ausreichende Menge an Bier zu sich nehmen können - ich kann es nicht.
Zu meiner Verteidigung zitiere ich aus dem Wikipedia-Eintrag zur Fastenzeit: "Sie beginnt am Aschermittwoch und endet am Karsamstag, liturgisch jedoch bereits am Gründonnerstag vor der Messe vom letzten Abendmahl. Auch in dem Fall sind 40 Tage Fastenzeit vorgesehen, wobei die Sonntage seit der Synode von Benevent (1091) nicht mehr dazu zählen." WOBEI DIE SONNTAGE [...] NICHT MEHR DAZU ZÄHLEN. Ausnahmen sind an Sonntagen also nicht nur akzeptabel, sondern sozusagen vorgesehen. Die Jungs fanden diese Argumentation nicht sehr überzeugend ("ah, du hast endlich deinen ersten Wikipedia-Eintrag gefälscht"), was nichts beweist außer ihren Mangel an Feingefühl in Bezug auf religiöse Angelegenheiten.





















Nach dem Fleisch-Overkill am Wochenende hab ich gestern wieder eher normal gekocht: Ein Stück Fisch mit einem Salat aus Salatgurke und Mango. Den Fisch hätte ich eigentlich gerne gedämpft, da ich aber nichts zum Dämpfen habe, musste er braten (wie immer). Wenig ist ja besser als so ein gebratenes Lachsfilet; und ein Gericht, in dem Mango vorkommt, ist immer große Liebe.


Chili-Lachsfilet mit Mango-Gurkensalat

Zutaten (2)
  • 2 Lachsfilets
  • 3 TL süße Chilisoße
  • paar Spritzer Fischsoße
  • 1/2 rote Chili
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1/2 Salatgurke
  • 1 kleine Mango
  • 1 kleine Zwiebel 
  • Limettensaft von 1 Limette
  • paar Zweige Koriander, frisch
  • Rapsöl
  • Sesamöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Fisch marinieren. Dafür Frühlingszwiebel in Ringe schneiden, Ingwer und Chili fein hacken. Fischsoße, Chilisoße, etwas Limettensaft, einen Schuss Sesamöl, Chili, Ingwer und Frühlingszwiebelringe miteinander vermischen. Die Fischfilets von beiden Seiten damit bestreichen, mind. 1 Stunde ziehen lassen.

Für den Salat Salatgurke und Mango würfeln, Zwiebel in ganz feine Ringe schneiden. Mit Rapsöl, Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Fischfilets in etwas Öl von beiden Seiten braten (alternativ dämpfen), zusammen mit dem Salat servieren. Dazu nach Lust und Laune Fladenbrot und einen Rest Paprikachutney.

Sonntag, 17. Februar 2013

Süßer Seeteufel mit Macadamia-Reisnudeln und Paprikachutney

Weil man in Groningen auf dem Fischmarkt eine große Auswahl an frischem Fisch kaufen kann, müsste man eigentlich öfter mal was mit Fisch kochen, wenn man in Groningen ist. Gestern schien ziemlich nett die Sonne: Ein guter Tag, um den Fisch-, den Blumen- und den Gemüsestand, den Nussladen (!) und, äh, das Wollgeschäft (nur ein bisschen anfassen!) zu besuchen.
Kochmäßig hatte ich Lust auf "was Größeres" und dementsprechend ist dieses Essen hier eher was für Leute mit Zeit (und ggf. wen, der hilft oder nebenbei vorliest). Die zu investieren lohnt sich aber; das Ergebnis ist verrückt und lecker, wie schon das Rezept vermuten ließ.





















Die Reisnudeln werden zusammen mit dem Nusspesto als lauwarmer Salat serviert, dazu ein Klecks von dem Chutney aus Grillpaprika und oben drauf der karamellisierte Fisch.





















Traubenhyazinthen. Sind sie nicht supersweet?
Im Originalrezept stehen auch beim Chutney Gewichtsangaben, es gibt hier aber keine Waage, deswegen sind alle Mengen grob geschätzt.


Süßer Seeteufel mit Macadamia-Reisnudeln und Paprikachutney

Zutaten (für 2)
  • 400 g Seeteufel-Filet, ohne Haut und Gräten
  • ca. 15 g Ingwer, frisch
  • 2 TL Zucker
  • Stich Butter
  • Olivenöl
  • Salz
Reisnudeln mit Macadamia-Pesto:
  • 80 g breite Reisnudeln
  • 35 g Macadamia-Nüsse, geröstet und gesalzen
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • ca. 7 g Ingwer, frisch
  • 1/2 grüne Chilischote
  • 1/2 Salatgurke
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1 Limette
  • 1/4 Bd. Koriander 
  • Olivenöl
  • Salz
Paprikachutney:
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 1 m.-große Zwiebel
  • 2 leicht geh. EL Zucker
  • 3 EL Apfelessig
  • 1/2 TL Koriander, getrocknet und gemahlen
  • 1/2 TL Piment
  • Salz

Zubereitung

Zunächst (auch schon am Vortag) das Paprikachutney zubereiten. Dazu die Paprikas vierteln, entkernen, grillen und häuten. Das kann man im Backofen machen, wenn man keinen hat aber auch direkt auf dem Gasherd (das geht sogar besser als in meinem Ofen ohne Oberhitze).






















Gehäutete Paprika in Würfel schneiden, Zwiebel ebenfalls würfeln. Beides zusammen mit Zucker, Essig, Koriander und Piment in einem Topf einmal aufkochen, dann bei geringer Hitze offen eine gute Stunde lang köcheln lassen. Salzen, abkühlen lassen.

Für die Reisnudeln zunächst das Pesto zubereiten. Dazu die Nüsse zusammen mit Knoblauch und Chili sehr fein hacken. Wer hat, nimmt dafür eine Maschine, es geht aber auch per Hand (das heißt mit Messer, Hammer und Gefrierbeutel). Die Schale der Limette abreiben und die Hälfte davon ins Pesto rühren.

Frühlingzwiebeln waschen. das Weiße und Hellgrüne in feine Streifen schneiden, für zehn Minuten in kaltes Wasser legen, dann abtropfen lassen. Die Salatgurke schälen, längs in Scheiben und dann in spaghetti-artige Stifte schneiden. Leicht salzen und in einem Sieb (oder auf Küchenrolle) abtropfen lassen. Korianderblättchen abzupfen und hacken.

Die Reisnudeln nach Packungsanweisung kochen. In einer Schüssel mit dem Pesto, den Frühlingszwiebeln, dem Koriander und der Gurke vermischen. Etwas Limettenaft dazupressen, außerdem den Rest der Limettenschale und einen Schuss Olivenöl zugeben. Leicht salzen. Alles gründlich, aber vorsichtig verrühren.

Auf zwei Tellern die Nudeln anrichten, darauf einen Klecks Chutney geben. Dann den Fisch braten. Dazu zunächst den Inger schälen und fein hacken. Das Seeteufelfilet in Stücke schneiden. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen. Den Fisch darin von beiden Seiten je 1 Minute braten, dann den Zucker darüberstreuen, wenden (sodass die Zuckerseite unten liegt). Etwas Butter und den Ingwer darauf verteilen, karamellisieren lassen. Nochmals wenden, salzen und auf den Reisnudeln anrichten. Zusammen mit restlichem Pesto und restlichem Chutney servieren.


(Idee)

Samstag, 9. Februar 2013

Krebsfleisch-Pasta mit Fenchel

Fenchelwoche in Groningen! Ich mag Fenchel. Trotzdem ist es Zufall, dass im Nudelgericht zwei Tage nach dem Fenchel-Birnen-Couscous schon wieder welcher auftaucht: Diesmal in Kombination mit leckeren Flusskrebsen, Chili und Olivenöl. Dazu frische (wenn auch nicht selbstgemachte) Nudeln und viel Petersilie: Sehr sehr gut.
Ich bin gleich wieder auf dem Weg nach Deutschland, um da doch noch ein bisschen Karneval zu feiern. Helau. Alaaf. Also, erst helau (später), dann alaaf (Montag). Man muss das nicht so genaunehmen, hauptsache, es gibt Luftschlangen. (ES GIBT HOFFENTLICH LUFTSCHLANGEN.)






















Krebsfleisch-Pasta mit Fenchel

Zutaten (für 2)
  • lange Pasta
  • 125 g Flusskrebsfleisch
  • 1 kleine Fenchelknolle
  • 1/2 rote Chilischote
  • 2 Knoblauchzehen
  • Petersilie, glatt
  • Zitronensaft
  • Gemüsebrühe
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Knoblauch schälen und fein hacken, Chilischote entkernen und ebenfalls fein hacken. Fenchelgrün zusammen mit Petersilie grob hacken und beiseite stellen. Fenchelknolle halbieren, Strunk entfernen und in sehr dünne Scheiben schneiden oder hobeln.
Nudeln nach Packungsanweisung kochen.
In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und Fenchel, Chili und Knoblauch darin ca. 4 Minuten unter Rühren anbraten. Krebsfleisch und einen Schuss Gemüsebrühe zugeben, 1-2 Minuten einkochen lassen. Petersilie, Fenchelgrün und einen Schluck Olivenöl zugeben, alles vermischen und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Mit den Nudeln vermischt servieren.


(Idee)