Sonntag, 25. Mai 2014

Shibori

Mit Shibori bin ich schon fast schon etwas spät dran. Egal! Batik fand ich schon immer ganz gut, vor allem wegen des aufregenden Moments, in dem man die Knoten löst und sich das Muster offenbart. Ich hatte mal ein T-Shirt gebatikt, in rot, das habe ich so viel getragen und so oft gewaschen, bis sich die Farbe wieder vollständig verabschiedet hat. Ich hoffe, das geht bei meinen neuen, selbstgefärbten Stoffen nicht so schnell.
Ich gaube, diese shibori-gefärbte Stoffe sind deswegen so schön, weil sie mich an irgendwelche Sachen erinnern: alte Röntgenbilder, Blaupausen, Dias...

Als auch bei Designsponge vor ein paar Tagen eine Shibori-Anleitung erschien, hab ichs endlich gemacht. Natürlich nicht ohne vorher noch drei Tage lange zu googeln, nach möglichen Falt-, Binde-, Näh- und Knot-Techniken. (Spoiler: Am besten, am allerallerbesten gefällt mir der Stoff, den ich einfach zum Quadrat gefaltet und mit diesen...Clips - Binder Clips - zusammengeklipst habe.) Augenscheinlich gibt es unzählige Möglichkeiten - ein paar habe ich ausgetestet.





















Von links, im Uhrzeigersinn: 1. zu Dreiecken gefaltet, Ecken mit Gummibändern fixiert, 2. zum Rechteck gefaltet, zwischen zwei Holzplatten gepresst, 3. zum Rechteck gefaltet, mit Binder Clips in verschiedenen Größen fixiert, 4. gefaltet und durch den gefalteten Stoff genäht.

Traditionellerweise wird beim Shibori mit Indigo gefärbt. Oder was weiß ich: jedenfalls scheint man das in Brooklyn so zu machen, und wenn man es in Brooklyn so macht, wird es wohl seine Richtigkeit haben, ne? An echten Indigofarbstoff bin ich so schnell aber nicht rangekommen, deswegen habe ich schnöde Batikfarbe (Marabu Easy Color, Farbe "ultramarin dunkel") gekauft, und der Farbton entspricht ziemlich genau dem leuchtenden Blau, das ich haben wollte. (Servicetipp: Gekauft bei Labbé, das immer günstiger ist als die andern Bastelgeschäfte, die ich kenne.)

Man braucht: Stoff - hier weiße Baumwolle, Meterware, und Baumwollbeutel aus dem Bastelbedarf, Batikfarbe (Marabu Easy Color ultramarin dunkel), Kochsalz (steht auf der Farbpackung), Fixiermittel.
Außerdem Binder Blips, Holzplatten oder -klötze, Nadel & Faden, Murmeln/Bohnen, Wolle...

Den Stoff bügeln und dann nach Lust und Laune falten (dabei die Falten ebenfalls umbügeln!), zwischen Holzklötze pressen, benähen, verschnüren oder was man mag. (Servicetipp: Wer hier googelt oder bei Instagram nach "shibori" sucht, findet unzählige Varianten.) In der angerührten Farbe 15 bis 20 Minuten färben, dabei gelegentlich drehen/rühren. Kurz mit kaltem Wasser auswaschen, auffalten, gründlich auswaschen, bis keine Farbe mehr austritt. Trocken lassen und mit Fixiermittel nach Packungsanweisung fixieren.





















Und was mache ich jetzt mit dem selbstgefärbten Stoff? Jaaaaaaa....! Dazu später mehr!

Kommentare:

  1. Wo hast du denn die Binder Clips gekauft?

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    1. Ortloff am Neumarkt in Köln. :)

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