Donnerstag, 22. November 2012

Einen Adventskranz selbst zu binden

ist, wie ich eben festgestellt habe, gar nicht so schwer.

Seit ich zu Hause ausgezogen bin, hatte ich keinen Adventskranz mehr (und das ist auch richtig so!), aber dieses Jahr dachte ich, kann man mal machen. Das liegt wahrscheinlich an dieser häuslichen Phase, die ich seit einiger Zeit habe. Wegen dieser häuslichen Phase oder auch aus irgendeinem anderen Grund dachte ich, wenn man die Bescheuertheit eines Adventskranzes (vor allem, wenn man an MINDESTENS einem der Adventssonntage sowieso nicht zu Hause ist - oder nehme ich ihn vielleicht mit nach Groningen?!) wenigstens ein bisschen vertuschen will, sollte man ihn wenigstens selbstmachen. Man könnte natürlich auch behaupten, dass selbstmachen alles noch schlimmer macht ("was du auch machst, macht es nicht selbst"). Letztlich habe ich keine endgültige Meinung dazu.





















Beim Binden des Kranzes habe ich mich grob an dieser Anleitung orientiert. Dekorieren werde ich ihn nächste Woche auch noch ein bisschen, vielleicht werde ich dabei die Idee meiner Freundin Anke übernehmen. Das ist aber kein schlimmes Stehlen, denn wir nehmen ja nicht an einem Adventskranz-Wettbewerb teil oder so.

Ich habs erst mit diesem weißen Basteldraht versucht, das ging aber nicht.











































Zum Binden braucht man:
  • 1 Kranzrohling, zum Beispiel aus Stroh (Bastelladen)
  • 4 Halter für die Kerzen aus Metall (Bastelladen)
  • dunkelgrünen Bindedraht (Bastelladen, Baumarkt)
  • Tannengrün, je nach Kranzgröße 1 bis 2 Bund (Supermarkt)
  • 4 Kerzen (irgendwoher)
  • Schere oder Rosenschere (hat man daheim)

Zunächst schneidet man das Tannengrün jetzt in handliche Stücke. Dabei achtet man darauf, dass jedes Stück Grün auf einer der beiden Seite ein schönes Ende hat, das heißt, die Spitze eines Zweiges ist. Dabei bleiben naturgemäß ein paar nicht so schöne Stücke über, die legt man auf einen zweiten Haufen, vielleicht kann man sie noch als Füllmaterial verwenden.





















Jetzt beginnt man, den Kranz zu binden. Dazu zunächst den Draht in die Unterseite des Kranzes stecken und zweimal drumwickeln, sodass er fest sitzt. Dann immer einen Streifen des Kranzes mit Tannenzweigen belegen und relativ weit oben fest mit dem Draht umwickeln. Wem das zu fummelig ist, der kann auch erst ganz außen das erste Stück legen, drumwickeln, dann eins neben das erste legen, wieder drumwickeln, und so weiter, bis ein Streifen des Kranzes ganz mit Grün umgeben ist. Jetzt legt man direkt unterhalb dieses Streifens, so hoch, dass der alte Draht gerade verdeckt ist, die zweite Lage an. Wer mehrere Sorten Grün hat, guckt, dass alles möglichst gleichmäßig verteilt ist. So verfährt man, bis der ganze Kranz grün ist. Das Ende ist ein bisschen fummelig, weil man Grün unter die erste Lage ganz vom Anfang schieben muss, aber das kriegt man hin - man kann an diese Stelle am Ende ja auch eine Kerze stecken.





















Jetzt die vier Kerzenhalter reinstecken, Kerzen auf die Halter stecken und Äste, die zu weit rausstehen, abschneiden. Fertig!




















Kommentare:

  1. Oh je, ich habe auch nach dem Auszug der Kinder keinen Adventskranz mehr gehabt und bin auch in einer häuslichen Phase. Ob mir dieser Rückfall auch nicht erspart bleibt?

    AntwortenLöschen