Donnerstag, 21. Februar 2013

Orange Shell Socks

oder "Child's first socks in shell pattern" aus diesem Buch (tolles Buch!). Das Muster ist superschön, auch, wenn ich es ein bisschen traurig finde, wenn Kinder mit Schuhgröße 36 tatsächlich zum ersten Mal Socken bekommen sollten.
Also schon wieder ist ein Paar Socken (fast) fertig, ich weiß auch nicht - das macht mir ein bisschen Angst (hallo Dissertation! *wink*), aber ein bisschen bin ich auch stolz, dass mein erster Versuch, ein nicht auf den allerersten Blick selbsterklärendes Muster nachzustricken, gleich so erfolgreich war. Es gab nämlich nur ganz kleine Schwierigkeiten, sodass ich mich genau nicht gelangweilt habe. Gegen Ende des ersten Strumpfs konnte ich das Muster sogar auswendig stricken, es ist also unbedingt auch zugfahr-kompatibel. Gut? Gut.





















Und auch, wenn meine Solidarität mit meinem fünfzehnjährigen Ich und seiner respektablen Zeitphilosophie* mir im Prinzip verbietet, das zuzugeben, so ist es gelegentlich schon ganz cool, neue Sachen zu lernen, wie diese Stricksache mir seit letztem Sommer in Wien (danke, Johanna. ♥) eindrucksvoll beweist. (Von generellen Vorträgen über neue Herausforderungen und so sollte man natürlich trotzdem absehen. Immer. Nicht nur, wenns bloß um Socken geht.) 





















Die Größe ist wie gesagt klein, irgendwas so um 35/36 herum. Die Anleitung direkt beim ersten Versuch abzuändern war mir dann doch etwas zu viel des Guten, ich habe aber eine Vorstellung davon, wie das bei einem nächsten Paar funktionieren könnte.
Ich kenne nicht viele Leute mit so kleinen Füßen, aber eine gibt's, die ich im Auge habe. Ihr Geburtstag ist zwar noch ein paar Monate hin, aber das trifft sich ganz gut, denn dann kann ich die Söckchen noch eine Weile bewundern und manchmal streicheln. (Hoffentlich hat sie wirklich so kleine Füße.)

Noch mehr Socken-Talk: Wenn man ein Maschenmuster wie zum Beispiel diese Schuppen hier strickt, verzieht sich der Socken naturgemäß gern ein bisschen und sieht erst am Fuß ordentlich und schön aus. Das ist schlecht für Leute, die Fotos machen wollen und Socken in einer anderen als ihrer eigenen Größe stricken (es sei denn, sie haben ein Modell). Nancy Bush schreibt daher: "Block on sock blockers or under a damp towel." Man kann Plastikfüße kaufen oder Bretter in Fußform ("sock blockers"), auf die man die Socken zum Fotografieren aufzieht, aber diese Bretter sind teuer und Plastikgliedmaßen sind eklig, sowas will doch keiner haben.
Ich hab deswegen einen Fuß (Größe 36! ;)) aus einem Stück Pappe ausgeschnitten, mit Klebeband umwickelt, den Socken aufgezogen, mit etwas (wenig!) Wasser besprenkelt, auf der Heizung trocknen lassen und dann den Pappfuß wieder rausgenommen. Anschließend war der Socken schön glatt und das Muster kommt jetzt viel besser zur Geltung, was ja auch zum Verschenken nett ist. Ich find's viel besser so und auch die Damen aus dem Handarbeitsforum geben mir ein Go dafür.





















Die Wolle mag ich auch. Sie fühlt sich gut an und die Farbe ist schön und sie war supergünstig (200 Gramm 6,99 inklusive Nadelspiel Metall 2,5 mm). Leider gab es nicht besonders viele Farben zur Auswahl, und in den meisten Fällen war selbstmusternde dabei (brauch ich nicht). Übrig aus dem Päckchen sind 100 Gramm in sowas wie petrol, für die ich schon sowas habe wie eine Idee. :)

Wolle: Sockenwolle von Aldi, knallorange (946)
Nadel: Bambus 3,0
Muster: Child's first sock (Nancy Bush)


*Im Zweifel für Ziellosigkeit.

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